Daydream: Neue Plattform für Virtual Reality vorgestellt [Google I/O 2016]

Kaan Gürayer 3

Die Gerüchte haben sich bewahrheitet: Zur Entwicklerkonferenz I/O 2016 hat Google in Sachen Virtual Reality ordentlich aufgetischt und Daydream angekündigt – die erste VR-Plattform aus dem Hause Mountain View.

Daydream: Neue Plattform für Virtual Reality vorgestellt [Google I/O 2016]

Anders als die Konkurrenz baut Google keine eigene VR-Hardware, sondern setzt voll und ganz auf der Ökosystem-Konzept und bietet lediglich die Plattform an: Daydream. Dabei besteht Daydream aus drei Bestandteilen: Smartphones, Headseats und Controller sowie Apps.

Damit Smartphones sich mit dem Label „Daydream-Ready“ schmücken können, setzt Google harte Kriterien und verlangt unter anderem, dass sie mit leistungsfähigen Sensoren ausgestattet sind, über ein hochauflösendes und vor allem verzögerungsarmes Display verfügen sowie einen schnelle Prozessoren an Bord haben.

Referenzdesigns für Headsets und Controller

Beim zweiten Teil, Headsets und Controller, handelt es sich um Referenzdesigns von Google, damit Partner passende VR-Headsets samt Controller herstellen können. Hier legt Google einen besonderen Wert darauf, dass die Headsets beispielsweise angenehm zu tragen sind oder über eine hervorragende Optik verfügen. Gleiches gilt für den Controller, der im Referenzdesign über wenige Button und ein Touchpad verfügt und dank Sensoren die Position im Raum bestimmen kann. Insgesamt erinnert der Controller damit an eine Wii-Remote.

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Google wird immer schlauer: Die Highlights der I/O 2017.

Viele VR-Apps bereits zum Start

Der dritte und letzte Teil beschäftigt sich mit Apps – denn was macht schon die beste VR-Hardware, wenn die passenden Anwendungen fehlen? Hierzu wird Google eine eigene Version des Play Stores anbieten, die speziell VR-Apps auflistet. Heruntergeladene VR-Apps- und Spiele kann der Nutzer im sogenannten „Daydream-Home“ wiederfinden, eine Art Homescreen für VR-Brillen. Zum Start sind unter anderem VR-App des Wallstreet Journals, der New York Times, Hulu, Netflix und anderer Anbieter vorhanden. Auch Spiele werden Teil des Angebot sein, dafür zeichnen sich beispielsweise namhafte Studios wie EA oder Ubisoft verantwortlich. Von den eigenen Google-Apps sind anfangs Play Movies, Street View und eine komplett an Virtual Reality angepasste Version von YouTube dabei.

Android N wurde natürlich ebenfalls für Virtual Reality fix gemacht – insbesondere an der Performances des Betriebssystems, der Latenz und an der System UI wurde geschraubt. Letzteres ist etwa notwendig, damit eingehende Benachrichtigungen auch während einer VR-Session angezeigt werden können.

Daydream soll laut Google im Herbst starten, interessierte Entwickler können aber bereits jetzt VR-Apps für die Plattform programmieren. Zur Veröffentlichung versprach Google passende Smartphones von Samsung, HTC, LG, Xiaomi und vielen anderen.

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