Fujitsu arbeitet an einem haptisch-sensorischen Tablet: Endlich fühlen, was man sieht!

Kamal Nicholas 4

In der Vergangenheit gab es bereits unterschiedliche Versuche, um mehr aus dem haptischen Feedback von Smartphones und Tablets als „nur“ Vibrationen herauszuholen. Fujitsu kündigte nun die Arbeit an einem neuartigen Prototypen an, der auf eine haptisch-sensorische Technologie setzt.

Fujitsu arbeitet an einem haptisch-sensorischen Tablet: Endlich fühlen, was man sieht!

Wir alle kennen es: Bei einem Anruf, einer Benachrichtigung oder bei einem Spiel vibriert unser Telefon/Tablet, um uns auch haptisch in das Geschehen der Dinge einzubeziehen. Doch was, wenn man bestimmte Oberflächen auf diesen Geräten erfühlen möchte? Eine normale Vibration reicht hierzu nicht aus.

Fujitsus haptisch-sensorisches Tablet

Bisher gab es schon die unterschiedlichsten Versuche, diesen Effekt durch verschiedene Technologien zu ermöglichen. Dazu gehören Tests mit elektrostatischer Kraft oder der Einsatz von Flüssigkeit, durch die echte plastische Tasten entstehen. Fujitsu geht nun aber einen etwas anderen Weg und kündigt mit seinem Prototypen eines haptisch-sensorischen Tablets eine neue Technologie an: Hier kommen Ultraschall-Vibrationen unter der Oberfläche des Displays zum Einsatz, die dem Nutzer ein haptisches Feedback übermitteln.

Diese Vibrationen kreieren eine Lage aus Hochdruck-Luft zwischen dem sich auf dem Tablet bewegenden Fingers des Nutzers und dem Display, was in einer stark reduzierten Reibung resultiert und wodurch der Finger leicht über das Tablet gleiten bzw. fast schweben kann (wie ein Puck beim Air Hockey). Während die Erstellung von Vibrationen im Ultraschall-Bereich eigentlich sehr viel Energie verbraucht, verspricht Fujitsu, dass dies in der eigenen Technologie wesentlich effektiver passiert.

Gleichzeitig ermöglicht diese Technologie außerdem, dass zwischen einer hohen und niedrigen Reibung gewechselt wird, um so eine texturierte Oberfläche zu simulieren und so das Gefühl zu vermitteln, die Oberfläche sei holprig oder rau.

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Fujitsu hat diese neuartige Technologie auf dem diesjährigen MWC gezeigt (wir haben die Demonstration leider verpasst), wo die Nutzer sich ein eigenes Bild von der Entwicklung machen konnten. Bei der Vorführung konnte man so spüren, wie sich eine CD unter den eigenen Fingern dreht (auf dem Bildschirm natürlich) und man konnte wie ein DJ selbst Hand anlegen und die CD scratchen sowie vorhandene „Controller“ bewegen.

Bei einer anderen Demonstration konnten Nutzer einen Tresor öffnen, in dem sie ein Zahlendrehschloss bewegen mussten. Ach ja, und ein Krokodil durfte ebenso gestreichelt werden wie dass Nutzer eine japanische Harfe („Koto“) spielen konnten, um dabei die Bewegung der Saiten zu spüren.

Quelle: Fujitsu via Gizmag

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