Rock am Ring 2014: Fotos und Bericht - Tag 4 mit Metallica und Marteria

Martin Maciej 4

Bei strahlendem Sonnenschein eröffnete in diesem Jahr bereits am Donnerstag das nunmehr letzte „Rock am Ring„-Festival am Nürburgring. Die Planung des Veranstalters, das beliebte Festival um einen weiteren Tag über das Pfingstwochenende zu verlängern, ging voll auf: 80.000 Zuschauer sind angereist, um vier Tage lang auf drei Bühnen Top-Acts wie Metallica, Kings of Leon, Iron Maiden, Linkin Park u.v.m. zu sehen. Wir sind live am Nürburgring vor Ort und berichten täglich mit neuen Fotos.

Der letzte Tag bei Rock am Ring. Während über den Tag verteilt in weiten Teilen Deutschlands Unwetter toben, hat der Wettergott zum Abschied noch einmal ein Erbarmen mit dem kleinen Fleckchen Rennstrecke in der Eifel. Den gesamten Tag über strahlt die Sonne – noch einmal bestes Ringwetter also. Zum letzten Mal strömen die Massen auf das Festivalgelände. Und zum allerletzten Mal füllen sich die Wellenbrecher vor der Centerstage, denn Mega-Headliner Metallica wird am Abend auftreten. 
 
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Maximo Park

Im Jahr 2003 von fünf jungen Musiker in England gegründet, ist “Maximo Park“ Vertreter des Indierock. Ihr Name leitet sich von “Maximo Gomez Park“ ab, einem Treffpunkt von Exilkubanern in Miami. Im Nachmittagsprogramm auf der Alternastage präsentiert die Band um Sänger Paul Smith einen rhytmischen Mix aus Hits ihrer bisher fünf veröffentlichten Alben, darunter z. B. “Books from Boxes“ oder “Girls Who Play Guitars“

Milky Chance

2012 drückten Clemens Rehbein und Philip Dausch, bekannt als „Milky Chance“, noch die Schulbank. Im selben Jahr brachten sie mit finanzieller Hilfe einiger Freunde ihr selbstproduziertes Debüt-Album „Sadnecessary“ heraus. Ende 2013 ging ihre Single „Stolen Dance“ durch die Decke und hält sich seitdem erfolgreich in den deutschen Charts. Auf der Bühne ist das smarte Duo noch recht „neu“, aber genau damit erobern sie die Herzen der Zuschauer. Als eine Seite von Rehbeins Gitarre reißt und er mangels Ersatzgitarre auf der Bühne seine Gitarre reparieren muss, bekommt er anfeuernden Zuspruch und jubelnde Unterstützung.

In Extremo

In der prallen Nachmittagssonne erklingen auf der Centerstage mittelalterliche Klänge der Rockband „In Extremo“. Die 1995 in Berlin gegründete siebenköpfige Band ist mit 1,5 Millionen verkauften Tonträgern die derzeit kommerziell erfolgreichste Band im Bereich Mittelalter-Rock. Sie befinden sich mit ihrem aktuellen Album „Kunstraub“ auf gleichnamiger Tour. Die extravagante Truppe sticht durch ihre liebevoll-detaillierten Kostüme und den Einsatz mittelalterlicher Instrumente hervor. Mit konventioneller Gitarre, Schlagzeug und Bass – aber auch mit Dudelsäcken, Harfe oder Schalmeien (und noch noch vielen anderen Instrumenten) erklingen bereits zum dritten Mal am Nürburgring die Töne von In Extremo. Sänger Michael Robert Rhein alias „Das letzte Einhorn“ performt mit seinen sechs Bandkollegen viele Hits, z. B. „Viva la Vida“ oder auch „Frei zu sein“ aber auch Titel, die aus ihren frühen Jahren stammen wie „Herr Mannelig“ und viele in „alter“ Sprache vorgetragene Stücke. Untermalt von Pyrotechnik stimmt ihre Show den gefüllten Ring auf den bevorstehenden Headliner ein.

Avenged Sevenfold

Die vorgeheizte Bühne soll beim folgenden Auftritt nicht erkalten, im Gegenteil: “Avenged Sevenfold“ sind 4 Musiker mit Irokesenschnitt um Frontmann Matthew Shadows . Die laut dem Magazin „Rolling Stone“ genannten neuen Heavy Metal-Götter aus Orange County fackeln mit viel Pyrotechnik und ihren harten Gitarrensounds eine der furiosesten Bühnenshows des Wochenendes ab.

Metallica

Rock am Ring findet auf der Centerstage mit der US-Metal-Band “Metallica“ sein passendes aber gigantisches Ende. Die vier begnadeten Musiker aus Los Angeles zählen zweifelsohne zu den Größten Musikgeschäft: Mehr als 110 Millionen verkaufte Alben, neun Grammys, länger als drei Jahrzehnte im Geschäft. Songs wie “Nothing else matters“, “Enter Sandman“ oder “Sad but true“ sind Gassenhauer für eine ganze Generation und reißen auch an diesem Abend das gebannte Publikum mit. Im Vorfeld gab die Band ihren Fans die Möglichkeit, mit “Metallica by Requqest“ über die Setlist des Abends zu entscheiden und Mitglieder des Metallica-Fanclubs konnten bei einem Wettbewerb spezielle Plätze an vordersten Bühnenfront gewinnen. Die Stimme von Frontman James Hetfield klingt auch an diesem Abend noch so voll und stark wie in den achtziger Jahren und die Soli von Kirk Hammett und Robert Trujillo sind perfekt und schnell. Mit einer gigantischen Lasershow verabschieden sich Metallica von der Bühne und damit auch endgültig vom Nürburgring.

Marteria

Das nächtliche Finale des Rock am Ring-Wochenendes gebührt dem Rostocker Rapper “Marteria“ auf der Alternastage. Mit seinen DJs Kid Simius und Nobody’s Face feiert eine gewaltige Party. Der talentierte Ex-Fußballer des FC Hansa Rostock stürmte mit “Lila Wolken“, “Kids“ und “OMG“ die deutschen Charts. Die Erde bebt unter den Bässen seiner Sounds. Als absolutes Highlight bekommt er bei “Alles verboten“ rappende Unterstützung von Kollege “Casper“, mit dem er die gemeinsam produzierte Single auf der Bühne performt. Und dann taucht alles in grünen Rauch … Als sein alter Ego “Marsimoto“ – ein ausgeflippter Kiffer mit verzerrter Stimme – haut er nochmal alle Energie hinaus. Das Publikum tobt. Natürlich kommt Marteria auch wieder zurück und als sich sein Auftritt dem neigt, fordert er in Begleitung von “Die Toten Hosen“-Frontmann Campino noch einmal mit “Den letzten 20 Sekunden“ das gesamte Publikum auf, die T-Shirts auszuziehen und beim Springen in die Luft zu schleudern. Dieses Bild behalten wir als persönlichen Abschied im Kopf und lassen uns überraschen, wie in 2015 weitergerückt wird.

 

Fotos und Text: Julia Langmaack und Dominik Fiolka
Auf der zweiten Seite gibt es den Bericht samt Fotos vom Samstag bei Rock am Ring.

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