WM 2014: DFB-Elf mithilfe von iPad und miCoach zum Titel

Julien Bremer 4

Seit Sonntag ist die Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien vorbei und ganz Fußball-Deutschland ist noch immer im Siegestaumel. Das iPad und die Anwendung miCoach haben in der Vorbereitung des Turniers eine wichtige Rolle gespielt und dabei geholfen, effektiv zu trainieren.

WM 2014: DFB-Elf mithilfe von iPad und miCoach zum Titel

Früher galt beim Fußball in der Trainingslehre „viel hilft viel“. Diesen Ansatz verfolgten alte Trainer-Haudegen wie Ede Geyer und Hans Meyer intensiv und waren bekannt für ihre schweißtreibenden Einheiten.

Doch in den letzten Jahren wurde der Fußball immer komplexer und auch die Trainingsmethoden sind mittlerweile hochwissenschaftlich. Dies hatte auch einen Wandel in der Trainingslehre zufolge. Diese ist nun sehr viel mehr darauf ausgelegt, effizient zu trainieren und nicht die Spieler bis zum Zusammenbruch über den Platz zu scheuchen.

Auch der Betreuerstab um den Bundestrainer Jogi Löw setzt voll und ganz auf moderne Technik. So wurden im Trainingslager im Vorfeld der WM und in den Einheiten in Brasilien die Spieler mit Sensoren ausgestattet. Diese haben wichtige Daten wie Herzfrequenz, Beschleunigung und Laufverhalten in Echtzeit an das iPad der Betreuer übertragen, die sie dann mit der App miCoach ausgewertet haben. Diese Daten wurden dann gemeinsam mit den Experten von EXOS ausgewertet, einem der Vorreiter für effektives und leistungsorientiertes Training.

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Die Technik hält Einzug auf Trainingsplätze

Aus den Daten konnte das Trainerteam wichtige Rückschlüsse ziehen. Zum Beispiel konnten sie recht genau die Ermüdung der Spieler beobachten und eine Überbelastung vermeiden. Weiterhin konnten sie die Trainingsmethoden an die einzelnen Positionen und ihre speziellen Anforderungen anpassen. Ein zentraler Mittelfeldspieler muss beispielsweise häufiger kleinere Wegstrecken zurücklegen. Für ihn sind daher ein guter Antritt und häufige Richtungswechsel von großer Bedeutung. Ein Flügelspieler hingegen muss viel häufiger die Außenlinie beackern und große Wegstrecken in höchstem Tempo zurücklegen. Für ihn ist es daher wichtig, eine hohe Geschwindigkeit über einen größere Distanz zu halten.

DFB-Elf iPad

Mithilfe der technischen Unterstützung konnte das Trainerteam seine Einheiten anpassen und optimal auf die Anforderungen jedes einzelnen Spielers ausrichten. Diese Arbeit trug im Verlauf des Turniers Früchte. So hatte man bei Lahm, Schweinsteiger und Co. das Gefühl im Verlauf des Turniers immer fitter zu werden. Als Beispiel sei hier Sebastian Schweinsteiger aufgeführt, der am Abschluss einer kräftezehrenden Saison im WM-Finale über 15 Kilometer zurücklegte. Generell wurde deutlich, dass die deutsche Mannschaft in der Verlängerung einfach noch ein paar mehr Körner übrig hatte. Auch wenn eine gute Fitness alleine nicht ausreicht, um erfolgreich zu sein, kann ein perfekt angepasstes Trainingsprogramm dabei helfen, die letzten Prozent aus sich herauszuholen. Und in der Weltspitze sind es oftmals nur wenige Prozent, die den Unterschied zwischen jubelndem Sieger und niedergeschlagenem Verlierer machen.

Das miCoach-Elite-System kommt nur im professionellen Umfeld zum Einsatz, wie beispielsweise bei der DFB-Elf. Privatnutzer können einen Teil der Funktionen mit der miCoach-App nutzen.

Die App konnte im App Store nicht gefunden werden.

via: Adidasblog

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