WM 2014: Quoten und Favoriten errechnen mit dem Worldcup Simulator

Peer Göbel

Spanien, Brasilien, Deutschland, Argentinien - diese vier Teams werden in nahezu allen einschlägigen Medien als Favoriten für die Fußball-WM 2014 genannt, und auch die Quoten der Buchmacher sehen das Quartett vorne. Der „World Cup Simulator“ der Freien Universität Berlin belegt das noch einmal mathematisch. Er ermittelt aus den öffentlich verfügbaren Rankings (FIFA, ELO etc.) und einigen weiteren Faktoren die Wahrscheinlichkeiten für den Titelgewinn und die einzelnen WM-Begegnungen. Das frei nutzbare Programm kann jedoch noch mehr - nämlich nach persönlichen Gewichtungen eigene Quoten ausrechnen.

WM 2014: Quoten und Favoriten errechnen mit dem Worldcup Simulator

Verschiedene Projekte versuchen sich dem Ausgang der WM 2014 mit wissenschaftlichen Methoden zu nähern. Anders als die Anstrengungen von Achim Zeilers (der Wettquoten auswertet), von Physik-Professor Metin Tolan (der sich einer Methode bedient, die auch auf den radioaktiven Zerfall angewendet wird) oder Stephen Hawking (der England-Fan ist) ist der Football Worldcup Simulator der FU Berlin frei im Netz zugänglich und anwendbar. Die verschiedenen Ranking-Faktoren können gewichtet werden, so dass damit sogar persönliche Quoten entstehen. Wer beispielsweise der Meinung ist, das Durchschnittsalter der Spieler könnte sich auf die Ergebnisse auswirken, nimmt den Faktor mit rein. Oder wer meint, dass das FIFA-Ranking manipulierter Quatsch ist, nimmt es raus.

Die Artificial Intelligence-Gruppe um Raul Rojas (selbst mehrfacher Weltmeister im Roboter-Fußball) greift unter anderem auf das aktuelle Ranking der FIFA zurück, auf den Soccer Power Index (SPI) vom Sportnetzwerk ESPN, auf den ELO-Index und die Marktwerte der Spieler. Und natürlich kann man auch einen höheren Zufallsfaktor einfließen lassen, wenn man meint, der (WM-)Pokal hat eigene Gesetze.

WM-Quoten aus dem Worldcup-Simulator: Vier Favoriten

Startet man den Simulator der FU mit den vorgeschlagenen Standard-Werten, steht Brasilien als wahrscheinlichster Titelträger da:

WM-2014: Quoten-Simulator

Diese Standard-Gewichtung ergibt als eine Art WM-Orakel, dass Brasilien 25% Wahrscheinlichkeit auf den Titel hat, Argentinien und Spanien je 14% und Deutschland 13%. Im Laufe der WM werden sich die Quoten anhand der bisherigen Ergebnisse aktualisieren und dynamisch anpassen. Auch für die Anzahl der Tore und den Verlauf der Gruppen-Spiele hat der Simulator natürlich die Wahrscheinlichkeiten parat. Und dann heißt es wie immer: Die Wahrheit liegt auf dem Platz.

Hier geht es direkt zum WM-Simulator der FU Berlin, wo das mathematische Verfahren auch nochmal beschrieben wird.

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