WWDC 2016: Keynote-Zusammenfassung mit iOS 10, macOS Sierra, watchOS 3 und tvOS

Thomas Konrad 30

Ein komplett neuer iPhone-Sperrbildschirm, zahlreiche neue Funktionen für Nachrichten, aber keine neues MacBook Pro. Das war die WWDC-Keynote 2016:

WWDC 2016: Keynote-Zusammenfassung mit iOS 10, macOS Sierra, watchOS 3 und tvOS

Nach einem Moment der Stille für die Opfer des Anschlags in Orlando gab es Zahlen: Zwei Millionen Applikationen können Anwender im App Store inzwischen finden. 130 Milliarden Mal haben Anwender die Applikationen heruntergeladen. 50 Milliarden US-Dollar sind in den acht Jahren seit Eröffnung des App Stores auf die Konten der Entwickler geflossen. Einige der Neuerungen am heutigen Abend betrafen vor allem sie.

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Aller guten Dinge sind vier

Heute werde man erstmals über vier Plattformen sprechen, erklärte Cook: den Mac, iPhone und iPad, die Apple Watch und Apple TV. Alle Produkte seien die besten ihrer Klasse. Doch was wären diese Produkte ohne Entwickler? Ohne sie geht nichts, betont der CEO.

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WWDC 2019 mit iOS und macOS: Was werden wir in der Apple-Keynote sehen?

watchOS 3

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Gute Nachrichten: Applikationen sind ab Herbst deutlich schneller schneller. Sie zeigen Informationen dann direkt nach dem Start — ohne Ladezeit. Verschwunden ist damit — zumindest angeblich — die Ladeanimation. In watchOS 3 erhält die Freunde-Taste eine neue Funktion. Dahinter verbirgt sich nun ein „Dock“. In der Funktion erinnert das an die Multitasking-Oberfläche auf iPhone und iPad.

Wischt man auf einem Zifferblatt nach oben, öffnet sich das Kontrollzentrum. Apple wollte die Apple Watch damit dem iPhone ähnlicher machen. Applaus gab es für die Funktion, Texte mit dem Finger zu schreiben.

Neuerungen im Bereich der Zifferblätter gibt es ebenfalls: Ein schlichtes mit nur einer Zahl, eines speziell für die Aktivitätsringe und Minnie Mouse. Und noch etwas: Wechseln kann man Zifferblätter nun auch ohne Force Touch — mit einfachem Wischen.

Mit watchOS 3 wird die Apple Watch insgesamt intelligenter: Sie kann Notrufe absetzen und Aktivitätsstände mit anderen Anwendern vergleichen. Auch im Bereich Fitness hat sich etwas getan: Rollstuhlfahrer können Fitnessfunktionen nun sinnvoll nutzen. Eine neue App namens Breathe soll mit geführten Atmungsübungen zur Entspannung des Trägers beitragen.

Erscheinen soll watchOS 3 im Herbst. Entwickler bekommen bereits heute eine Vorabversion.

tvOS

Die Siri-Fernbedienung für Apple TV ist damit obsolet: Nun gibt es eine iOS-Applikation, die die gleiche Funktionalität mit sich bringt. Optisch hat sich an tvOS auch etwas getan: Anwender können sich für eine dunkle Benutzeroberfläche entscheiden. Sehr nützlich außerdem: Siri kann unter anderem auch Youtube-Inhalte suchen und finden.

Aus OS X wird macOS

Naja, nicht ganz: Mit vollem Namen heißt das Betriebssystem macOS Sierra. Mit macOS Sierra will Apple vor allem die Funktionen verbessern, die unter dem Begriff „Continuity“ zusammengefasst sind. Wer seine Apple Watch in der Nähe des Macs trägt, muss sein Passwort nicht mehr eingeben. Äußerst nützlich auch: Die Zwischenablage wird nun zwischen mehreren Geräten abgeglichen. Apple Pay profitiert maßgeblich von den neuen Continuity-Funktionen: Damit kann man nun auch in Safari auf dem Mac bezahlen — solange iPhone oder Apple Watch in der Nähe sind.

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Eine Funktion lernt der Mac vom iPad Pro: Bild-in-Bild. Videos lassen sich in einem separaten Fenster abspielen und auf dem Bildschirm verschieben. Und von iOS kommt: Siri.

Entwickler bekommen heute eine Vorabversion des neuen Mac-Systems. Eine öffentliche Beta-Phase startet im Juli.

iOS 10: „Der größte iOS-Release aller Zeiten“

Der Mac lernt vom iPad; iPhone und iPad lernen von der Apple Watch. Um den Sperrbildschirm anzuzeigen, muss man das iPhone ab Herbst lediglich anheben — ganz wie die Armbanduhr. Apple hat die Mitteilungen stark überarbeitet, dazu das Kontrollzentrum. Wischt man im Kontrollzentrum nach rechts, bekommt man Steuerungselemente für die Musik-App. Wischen lohnt auch auf dem Sperrbildschirm: Rechts ist die Kamera, links sind die Widgets.

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Siri bearbeitet über zwei Milliarden Anfragen jede Woche. Künftig dürften es noch mehr werden: „Wir öffnen Siri für Entwickler“, sagte Federighi. Und erntete damit — das war abzusehen — Applaus.

Darauf haben einige Beobachter gewartet: Neuerungen für Apple Music — der Dienst hat indes 15 Millionen zahlende Kunden. Kritik gab es dennoch, vor allem im Hinblick auf Bedienbarkeit. Tatsächlich ist die neue Benutzeroberfläche kaum wiederzuerkennen. Es sind weniger Buttons, größere Schriften: Die Oberfläche wirkt aufgeräumt. Mitsingen kann man künftig nicht mehr nur bei Lieblingstiteln: Apple Music zeigt die Songtexte.

Das Highlight in iOS 10 ist wohl die Nachrichten-Applikation. Die Liste der Neuerungen ist lang: Live-Kameraanzeige, Sticker, Handgeschriebene Nachrichten, Effekte für Nachrichten, direkte Reaktionen und Apps von Entwicklern.

iOS 10 erscheint im Herbst, eine öffentliche Beta-Version gibt es ab Juli.

Swift Playgrounds

Xcode kommt auf das iPad — in Teilen jedenfalls. Mit iOS 10 kommt im Herbst eine neue Applikation in den App Store, die Nutzern das Programmieren mit Swift beibringen will. Doch auch Fortgeschrittene dürften ihren Spaß haben. Code-Schleifen muss man zum Beispiel nicht eintippen, sondern wählt sie einfach aus einer Liste aus. Das Publikum war begeistert.

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