Lithium-Ionen-Akku richtig laden: 4 Tipps für lange Lebensdauer

Flavio Trillo

Die Lithium-Ionen-Akkus in unseren iPhones, iPads und MacBooks sind häufig die Schwachstelle. Umso wichtiger, dass wir sie möglichst schonend behandeln. Wie das geht und was es zu beachten gilt, lest ihr hier.

Lithium-Ionen-Akku richtig laden: 4 Tipps für lange Lebensdauer

Lithium-Ionen-Akku gut behandeln: Einfacher, als man denkt

Niemals ganz ohne Saft

Solltet ihr schon einmal etwas von einem „Memory-Effekt“ bei wieder aufladbaren Batterien gehört haben: Vergesst es wieder. Akkus in modernen tragbaren Geräten arbeiten mit Lithium-Ionen und merken sich den letzten Ladestand nicht mehr. Das bedeutet, ihr müsst nicht jedes Mal warten, bis der Akku voll entladen ist, bevor ihr iPhone, iPad oder MacBook wieder ans Netz hängt.

Im Gegenteil — es kann sogar der Lebensdauer der Batterie abträglich sein. Häufiges vollständiges Entladen (Tiefentladung) ist Stress für den Akku und das mag er nicht. Apple empfiehlt, etwa ein Mal pro Monat zur Kalibrierung einen vollen Ladezyklus (also vollständige Entladung zu voller Ladung ohne Unterbrechung) durchzuführen.

Stress vermeiden

Am besten, ihr lasst die Geräte am Strom, wann immer das möglich und opportun ist. Natürlich sind sie nicht umsonst mobil und halten auch klaglos mehrere Stunden ohne Netzteil aus (wie ihr so lange wie möglich ohne Stromzufuhr aushaltet, zeigt Kollege Sebastian in 14 Tipps für längere iPhone-Akkulaufzeit).

Besser als den Lithium-Ionen-Akku auf Krampf leer zu saugen ist aber, ihn irgendwo um die 40-50 Prozent zu halten, wann immer das möglich ist.

Wenn ihr zum Beispiel euer iPad eine Weile nicht benötigt und es ausgeschaltet im Schrank verstaut, solltet ihr dies ebenfalls mit mindestens 40 Prozent Ladestand tun. So hat die Batterie genug Kapazität, sich ein klein wenig zu entladen, ohne dabei komplett entleert zu werden. Was ist noch wichtig?

Cool bleiben

Wie wir selbst, mag es der Lithium-Ionen-Akku nicht gern besonders heiß oder besonders kalt. Temperaturen zwischen 10 und 35 Grad Celsius hat er am liebsten. Das heißt: iPhone, iPad und MacBook nicht im Auto liegen lassen, wenn die Sonne draufknallt. Noch weniger als bei Hunden und Kindern ist es hier sinnvoll, das Fenster einen kleinen Spalt geöffnet zu lassen. Schwupps, hat man gleich zwei iPads…

Auch kabellose Ladestationen, wie etwa von Duracell, können für stärkere Erhitzung sorgen. Bis zu 30 Prozent der Energie einer solchen Induktionsladung werden in Wärme umgesetzt und bringen für die Aufladung des Akkus gar nichts. Haltet also die Ladevorgänge an solchem Zubehör nach Möglichkeit kurz.

Normaler Gebrauch erwünscht!

Im Grunde könnt ihr mit modernen Ladegeräten und Akkus in MacBooks und iOS-Geräten nicht viel verkehrt machen. Insbesondere schadet es nicht, Computer oder iDevice für längere Zeit am Netzteil zu lassen. Der Akku wird dabei nicht etwa „überladen“ oder ähnliches. Die Stromversorgung wird automatisch deaktiviert, sobald vollgeladen ist.

Das könnt ihr am Mac kontrollieren, wenn ihr über Spotlight die Systeminformationen aufruft. Dort auf der linken Seite auf Stromversorgung klicken, rechts seht ihr dann einige Informationen über den Akku und die Angabe, ob er gerade geladen wird.

Zusammenfassend kann man folgende Faustregel zu modernen Geräten mit Lithium-Ionen-Akkus aufstellen: Möglichst am Netzteil lassen und selten ganz entladen. Dann klappt’s auch mit der Lebensdauer.

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Passende Ersatzakkus für gibt es übrigens auch zu kaufen. Der Einbau ist allerdings nicht immer leicht — wendet euch im Zweifel lieber an den Servicepartner eures Vertrauens. iPhone-Akkus bekommt ihr in dem praktischen GIGA & Fixxoo Akku-Set zum Selbst-Tauschen — in wenigen Minuten habt ihr so frischen Saft auf dem Smartphone.

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