Marktstart im nächsten Jahr: MIT-Forscher entwickeln Akkus mit doppelter Laufzeit

Rafael Thiel 14

Eine neue Technologie soll die mobilen Energiespeicher revolutionieren: So ist es einem von ehemaligen MIT-Forschern gegründeten Startup gelungen, die Laufzeit eines Akkumulators bei gleicher Größe zu verdoppeln. Davon sollen angeblich bereits 2017 erste Smartphones profitieren.

Der Smartphone-Akku hält bestenfalls einen Tag – diese Faustregel hat sich in den vergangen Jahren leider auf dem Markt etabliert. Nur in Ausnahmefällen schafft ein Gerät bei normaler Nutzung auch mal eine Nacht ohne Boxenstopp, problemlos über 48 Stunden zu kommen ist dennoch eine Seltenheit. Das gilt natürlich insbesondere für Pokémon-Trainer, die ohne Powerbank aufgeschmissen sind. Ein Startup will es nun mit dieser altbekannten Problematik aufnehmen und verspricht Akkus mit doppelter Laufzeit in petto zu haben.

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Das Unternehmen nennt sich Solid Energy und ist aus einer Gruppe aus MIT-Forschern hervorgegangen. Das Produkt ist ein Lithium-Metall-Akku, dessen größter Unterschied zu einem herkömmlichen Lithium-Ionen-Akku das Anodenmaterial ist. Denn anstatt Grafit greifen die Forscher auf eine Lithium-Metall-Folie zurück, die einerseits deutlich dünner ist und obendrein mehr Ionen aufzunehmen in der Lage ist. Die Kapazität eines Akkus misst sich schließlich an der Anzahl der transportfähigen Ionen. Das Ergebnis ist ein Energiespeicher mit deutlich höherer Energiedichte.

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Erste Smartphones mit doppelter Laufzeit schon 2017

Der Faktor beträgt in etwa 2, bedeutet: Ein auf dieser Technologie basierender Akku fasst bei selber Größe etwa doppelt so viele Ionen und bietet dementsprechend eine etwa doppelt so lange Laufzeit. Bei dem Verfahren geht sogar nicht mal etwas an Langlebigkeit und Sicherheit normaler Lithium-Ionen-Akkus verloren. Demzufolge steht einer Markteinführung nur wenig im Wege.

Im November sollen zunächst Drohnen mit den neuen Akkus ausgestattet werden, zu Beginn des nächsten Jahres gedenkt Solid Energy in Kooperation mit Herstellern erste Smartphones und Wearables auf den Markt zu bringen. Im Jahr darauf sollen dann Elektroautos folgen, so zumindest der aktuelle Plan. Das Vorhaben wurde schon vor einem Jahr angekündigt. Es bleibt abzuwarten, ob Solid Energy den Erwartungen gerecht werden kann.

Quelle: MIT News via t3n

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