AMOLED-Display-Prototyp ist hochflexibel und dünner als ein Haar [Video]

Rafael Thiel 7

Die Zukunft der Bildschirmtechnologien geht in Richtung totale Flexibilität. In China ist es einem Unternehmen unlängst gelungen, ein flexibles OLED-Display zu entwickeln. Das Besondere daran: Das Panel ist dünner als ein Haar. Ein kurzes Video stellt einen Prototypen und dessen „Features“ vor.

AMOLED-Display-Prototyp ist hochflexibel und dünner als ein Haar [Video]

Mit Samsung und LG nehmen bereits zwei Branchengrößen eine Vorreiterrolle in puncto flexibler Displays ein. Im Vergleich dazu backt die chinesische Konkurrenz namens Guangzhou New Vision natürlich kleinere Brötchen. Nichtsdestotrotz ist dem unscheinbaren Unternehmen, das schon seit Jahren mit der South China University of Technology an verformbaren Bildschirmeinheiten forscht, allem Anschein nach unlängst ein kleiner Durchbruch gelungen – den die Forscher in einem kurzen Video vorstellen.

Der vor kurzem enthüllte Display-Prototyp des Unternehmens ist nämlich lediglich schmale 10 Mikrometer dick – das entspricht 0,01 Millimeter, also dem Durchmesser eines Feinstaubpartikels, und ist somit dünner als Papier. Darüber hinaus ist das Panel auch hochflexibel und kann gekrümmt, gebogen und gerollt werden; der unterstützte Krümmungsradius liegt bei 4,5 Millimetern. Dabei scheint es unabhängig von dem Grad der Verformung stets die Bildschirmanzeige beizubehalten. Der Prototyp verwendet übrigens Polyimide, eine besondere Form von Kunststoff. Als Substrat kommt es inmitten der Panelstruktur zum Einsatz.

Auch Samsung setzt bei seinen flexiblen Displays auf diese Komposition, allerdings scheint Guangzhou New Vision ein fortschrittlicheres Fertigungsverfahren entwickelt zu haben – wie genau das funktioniert, bleibt natürlich Firmengeheimnis. Es bleibt indes abzuwarten, wann das Verfahren tatsächlich massentauglich wird. Im vergangenen Jahr kündigte das erst 2010 gegründete Unternehmen an, dass man flexible OLED-Displays in „naher Zukunft“ kommerzialisieren werde. Sobald das Panel marktreif ist, dürfen wir unter anderem mit Wearables rechnen, die über die irrwitzigsten Formen verfügen. Auch bei Smartphones oder Tablets könnte es abenteuerlich werden.

Quelle: Guangzhou New Vision via OLED-Info

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