Android Pay: Mobile Bezahlplattform in den USA gestartet, weitere Länder folgen

Kaan Gürayer 12

Google hat den Startschuss für Android Pay verkündet: Dank des neuen mobilen Bezahldienstes kann ab sofort das Portemonnaie in der Hosentasche bleiben und bequem mit dem Smartphone bezahlt werden. Voraussetzung ist ein mit NFC ausgestattetes Mobiltelefon mit Android 4.4 oder höher. Bislang ist Android Pay nur in den USA verfügbar, weitere Länder sollen jedoch bald folgen. 

Android Pay: Mobile Bezahlplattform in den USA gestartet, weitere Länder folgen

Bereits zum Start wird Android Pay von einer breiten Allianz aus Kreditkartenunternehmen, Einzelhändlern und Banken unterstützt. Dazu gehören mit American Express, Discover, MasterCard and Visa die vier größten Kreditkartenanbieter des Landes und bekannte amerikanische Banken wie Bank of America, Discover oder Navy Federal Credit Union.

Android Pay – Your Way.

Mit GameStop, Toys “R“ Us, Subway und weiteren konnte man sich außerdem den Support von großen Einzelhändlern und Fast-Food-Ketten sichern. Laut Google gibt es in den USA bereits über eine Millionen Akzeptanzstellen, an denen mit Android Pay bezahlt werden kann. In den nächsten Monaten sollen außerdem weitere Banken und Geschäfte dem Mobile-Payment-System hinzugefügt werden.

Gegen Ende des Jahres soll es außerdem möglich sein, via Android Pay auch in Apps zu bezahlen. Ohne es direkt anzusprechen, dürfte dieses praktische Feature wohl mit Android 6.0 Marshmallow zusammenhängen, das erstmals auch Fingerabdrücke nativ unterstützen wird. Der Fingerabdruck wird dann mutmaßlich vor dem Bezahlvorgang zur Verifizierung des Nutzers verwendet.

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Auf das Thema Sicherheit wird bei Android Pay besonderen Wert gelegt, wie Google in der Ankündigung seines Mobile-Payment-Services versichert. Bei Bezahlvorgang wird nämlich nicht die Nummer der Kredit- oder Bankkarte übermittelt, sondern einmalig generierte Tokens. Darüber hinaus wird jede abgeschlossene Transaktion sofort in der eigenen Android Pay-App aufgelistet, sodass der Nutzer jederzeit im Blick hat, welche Bezahlvorgänge vom System autorisiert wurden. Um gestohlene oder verlorene Smartphones soll sich der Android-Geräte-Manager kümmern, der das Mobilgerät aus der Ferne entweder sperrt oder im Extremfall auch löscht.

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Android Pay anfangs nur in den USA, weitere Länder sollen folgen

Bislang ist Android Pay lediglich in den USA verfügbar. Um Googles neue Bezahlplattform nutzen zu können, ist ein mit NFC ausgestattetes Smartphones notwendig, auf dem Android 4.4 KitKat oder höher läuft. Des weiteren ist auch die Installation der neuesten Google Play Dienste notwendig. Die Bezahlvorgänge selbst werden über die neue Android Pay-App abgewickelt, die in den kommenden Tagen für amerikanische Nutzer im Play Store zum Download bereitstehen soll. Außerdem wird es ein Update für die bereits erhältliche Google Wallet-App geben, die die Bezahlmöglichkeit via Android Pay mitbringt.

Trotz der Tatsache, dass in den Einstellungen der Android 6.0 Developer Preview bereits ein Menüpunkt „Mobil bezahlen“ existiert, lässt sich Android Pay hierzulande noch nicht nutzen. Google zufolge sollen aber bald weitere Länder dazustoßen. Ob dann auch Deutschland auf der Liste steht, wird sich zeigen.

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Apple Pay vs. Android Pay vs. Samsung Pay

Mit dem Launch von Android Pay tritt der Suchmaschinenkonzern einmal mehr in Konkurrenz zu Apple, die ihren mobilen Bezahldienst namens Apple Pay bereits seit Herbst 2014 in den USA anbieten. Ab dem 28. September betritt außerdem auch Samsung die Bühne und geht mit Samsung Pay an den Start. Es wird daher interessant zu sehen sein, ob und welcher Mobile-Payment-Anbieter sich gegenüber den Mitbewerbern wird durchsetzen können.

Quelle: Android Official Blog

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