boon: So kann jeder Google Pay oder Apple Pay nutzen

Marco Kratzenberg 4

Nachdem Google Pay mit großem Trara startete, war die Ernüchterung ebenso groß: Nur eine Handvoll Kreditkarten wird überhaupt akzeptiert. Allerdings gehört eben auch boon zu den möglichen Zahlungsmitteln. Wie damit jeder jetzt schon Google Pay aktivieren kann, erklären wir euch hier. Übrigens könnt ihr boon auch mit Apple Pay nutzen – sogar schon in Deutschland.

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Beim Start von Google Pay war die wichtigste Frage „Welche Karten und Banken werden unterstützt?“. Und dann überlegten die ersten Interessenten, ob sie ihre Bank wechseln sollten. Dabei wurde oft überlesen, dass in der Liste der akzeptierten Karten auch der Name „boon“ auftauchte. Damit ist es nämlich für jeden möglich, eine „digitale MasterCard“ zu bekommen, die sich bei Google Pay und im Apple Wallet hinzufügen lässt. Und so geht’s…

Hier seht ihr, wie man in Google Pay Karten hinzufügen kann:

Google Pay: So fügt ihr eine Karte zu.

Bei boon anmelden

Die Anmeldung bei boon ist schnell und einfach erledigt.

  • Alles dreht sich um die Handynummer. Sie ist gleichzeitig euer Benutzername und wird auch zur Überprüfung der Anmeldung genutzt.
  • Danach wählt ihr noch ein Passwort, das später auch für bestimmte Funktionen der App verwendet wird.
  • Anschließend müsst ihr die üblichen persönlichen Daten, wie Name, Adresse, Geburtsdatum und E-Mail-Adresse eingeben.

Das war es auch schon. Es erfolgt keine Bonitätsprüfung und auch eure Kontonummer ist unwichtig. Ihr habt sofort eine virtuelle, aber trotzdem sehr reale Kreditkarte, die ihr zur Anmeldung bei Google Pay nutzen könnt. Dazu befindet sich mitten im Hauptfenster der App ein deutlich sichtbarer Button.

Google Pay mit boon nutzen

Direkt nach der Registrierung bei boon könnt ihr euch über einen Button in der App mit Google Pay verbinden. Dafür muss die Google-Pay-App natürlich bereits installiert sein. Die prüft dann die virtuelle Kreditkarte und trägt sie anschließend direkt in die Liste eurer Zahlungsmittel ein.

Danach könnt ihr die boon-Karte aufladen und zum kontaktlosen Zahlen mit Google Pay nutzen – in teilnehmenden Geschäften und Apps.

Google Pay
Entwickler:
PayPal Mobile
Preis: Kostenlos

Was ist boon?

boon, beziehungsweise „boon.Pay“, ist eine mobile Payment-App, die NFC-Funktionen der unterstützten Geräte nutzt. Über die boon-App registriert man sich, um eine „digitale MasterCard“ zu bekommen. Diese virtuelle Kreditkarte existiert nur in Form der App, aber sie kann auch zur Anmeldung bei Google Pay beziehungsweise Apple Pay genutzt werden.

Boon ist die Entwicklung des international tätigen Finanzdienstleisters Wirecard AG, der seinen Sitz bei München hat. Wirecard hat unter anderem Lizenzen von MasterCard und Visa, wodurch die Firma auch Kreditkarten vergeben kann, die sich zum mobilen Bezahlen einsetzen lassen.

Vor- und Nachteile von boon.Pay

Vorteile

  • boon ist einer der wenigen Anbieter, die von Google Pay unterstützt werden. Außerdem ist die Nutzung von boon.Pay ohne Kontowechsel möglich. Man kann boon.Pay nutzen, ohne das Konto wechseln zu müssen.
  • Die boon-Kreditkarte ist eine Guthaben-Karte, die manuell aufgeladen wird. Alternativ könnt ihr aber auch eine automatische Aufladung aktivieren. Aufladungen erfolgen per Überweisung oder mit einer Kreditkarte. Gutschriften nach Überweisungen können allerdings bis zu 2 Tage dauern.
  • Es erfolgt keine Bonitätsprüfung. Die Karte ist sofort erhältlich.
  • Einfach zu bedienen und direkte Verbindung zu Google Pay.
  • Während der Zahlung bekommen die Händler keine Informationen über eure Kontonummer.
  • Der boon.Pay-Account kann jederzeit gekündigt werden.

Nachteile

  • Zwar sind die ersten 3 Monate kostenlos, doch danach fällt eine monatliche Nutzungsgebühr in Höhe von 1,49 Euro
  • Das maximale Guthaben bei „boon Basic“ beträgt maximal 100 Euro und pro Monat. Ist diese Summe erreicht, kann sie danach auch nicht noch einmal aufgeladen werden. Größere Beträge lassen sich also bei der boon-Nutzung auch mit Google Pay nicht bezahlen.
  • „boon Basic“ kann nur für inländische Kreditkartentransaktionen verwendet werden.
  • Das Konto hängt an der Handynummer (= Benutzername). Wird die gewechselt, muss man den Zugang über den Support ändern lassen.
  • Ein einmal gekündigtes Konto lässt sich nicht wieder aktivieren.

Ein weiterer Nachteil sind technische Probleme der App, die derzeit (Stand: Juli 2018) das Upgrade auf boon PLUS unmöglich machen. Die Übertragung der fotografierten Ausweise funktioniert nicht und man soll stattdessen die Dokumente einscannen und per E-Mail senden – sicher geht anders!

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12 Bilder
Apple Pay auf Deutsch: Screenshots und Video der Einrichtung.

Apple Pay in Deutschland mit boon nutzen

Offiziell gibt es boon.Pay in Deutschland nur für Android. Allerdings gibt es im AppStore einiger anderer Ländern – wie beispielsweise der Schweiz – .

Und diese App, beziehungsweise die damit erhältliche virtuelle Kreditkarte, macht es möglich, in Deutschland die Apple-Pay-Konfiguration zu starten. Durch diesen Umweg könnt ihr schon vor dem offiziellen Deutschland-Start mit Apple Pay bezahlen.

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