Smartwatches sind so überflüssig (Kommentar)

Kamal Nicholas 29

Als die ersten Smartwatches und Wearabels auf den Markt kamen dachte ich: Jawoll, die Zukunft ist da. Mittlerweile bin ich aber eher enttäuscht.

So richtig fing eigentlich alles mit der Pebble an (darüber lässt sich sicherlich auch streiten). Diese erste relativ populäre Smartwatch brachte tragbare Technologie an die Handgelenke aller I­­nteressierten und war dabei auch noch erschwinglich. Es dauerte nicht lange und andere Unternehmen folgten.

Eine kurze Geschichte der Smartwatches und Wearables

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Natürlich ist Pebble aber nicht die erste Idee ihrer Art, die Vorstellung einer  „Handy-Uhr mit Zusatzfunktionen“ reicht doch etwas weiter zurück. Bereits Comic-Detektiv Dick Tracy war im Jahr 1931 mit einer „Smartwatch“ ausgestattet, die Videoübertragungen ermöglichte.

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Handy-Uhren tauchen danach immer wieder auf, nicht zuletzt hat eine Serie meiner Kindheit – Knight Rider – das Wearable noch populärer gemacht. Welcher Junge (und sicherlich auch einige Mädchen) wollten damals nicht wie Michael Knight sein und in einem schwarzen, sprechenden Pontiac namens K.I.T.T. durch die Gegend cruisen, Verbrecher jagen und cool ins Handgelenk sprechen, um sich mit seinen Kollegen in Verbindung zu setzen?

Und natürlich hat auch der Geheimagent aller Geheimagenten – Mr. 007 aka James Bond – bereits 1981 in dem Film „In Tödlicher Mission“ eine intelligente Armbanduhr getragen. Diese konnte für Gespräche genutzt werden und digitale Nachrichten empfangen.

 

Irgendwie war das alles verdammt cool, nicht zuletzt wahrscheinlich auch deshalb, weil von den Protagonisten mit den Smartwatches und Wearables immer auch ein wenig Gefahr ausging.

1999 war es der allgemeinen Käuferschaft erstmals möglich, ein ähnliches Gerät zu kaufen: Samsung brachte die unglaublich hässliche (hässlich ist gar kein Ausdruck, ich dachte, es handelt sich bei dem Gerät um einen schlechten Witz!) SPH-WP10 auf den Markt. Dass sich diese nicht so wirklich durchgesetzt hat, erklärt sich ja eigentlich von selbst. Als revolutionär könnte man die Technologie dennoch bezeichnen.

Im Jahr 2003 stellt Microsoft auf der CES in Las Vegas seine SPOT-Uhr (Smart Personal Objects Technology) vor, die ausgewählte Informationen aus dem Internet darstellen kann. Es folgen noch ein paar andere Produkte, die den Weg zur ersten echten Smartwatch ebnen sollen.

Springen wir in die jüngste Vergangenheit. Im Jahr 2012 ist es dann soweit: Pebble stellt die eigene Smartwatch vor, die mit einem E-Ink-Display ausgestattet ist. Im gleichen Jahr kündigt auch Sony ein ähnliches Gerät an (die SmartWatch), das ein buntes Display besitzt. Weitere Unternehmen ziehen nach, darunter auch Samsung mit der Gear.

Zur gleichen Zeit präsentieren sich auch die ersten Wearables für Konsumenten, die eine Anbindung an Computer und Smartphones bieten und die dem Menschen zum Beispiel dabei helfen, eigene sportliche Leistungen aufzuzeichnen.

Zu den bekanntesten dürften Jawbones UP, Withings Pulse , Fitbit oder das Nike Fuel Band sein. Mittlerweile hat aber so ziemlich jeder größere Hersteller irgendein Band, das Schritte oder das Schlafverhalten aufzeichnet, Höhenmeter misst oder ähnliches tut. Die meisten kommen dabei ohne Display aus, andere sind mit einer kleinem Bildschirm ausgestattet.

Auf der zweiten Seite erfahrt ihr, warum mich die aktuelle Entwicklung langweilt

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