Ich selbst trage auch tatsächlich ein Band regelmäßig. Dieses motiviert mich tatsächlich auch dazu, am Tag doch noch ein paar mehr Schritte zu gehen, meine sportlichen Aktivitäten aufzuzeichnen oder mich mal etwas früher schlafen zu legen, da ich in den letzten Nächten zu wenig Schlaf bekommen habe. Die Entwicklung der Wearables finde ich also alles in allem ganz in Ordnung, auch wenn ich es ein wenig schade finde, dass die meisten neuen Produkte anderer Hersteller keinerlei Mehrwehrt zu bereits verfügbaren Geräten bieten.

Der nächste Schritt wäre hier, dass diese Wearables noch weniger als technisches Gerät auffallen. Das Jawbone UP macht hier schon einiges richtig, denn wer das Teil nicht kennt, wird es auf den ersten Blick nicht für ein Tracking-Gerät mit ziemlich viel eingebauter Technologie halten, sondern für ein relativ normales Armband.

Bei Smartwatches sieht die Sache aber anders aus. Nicht nur ist so ziemlich alles bisher verfügbare sauhässlich. Nein, die ganzen Teile liefern eigentlich nichts, was ich nicht mit meinem Smartphone schon kann. Ganz ehrlich: Außerhalb meines Arbeitsplatzes kenne ich niemanden, der eine Smartwatch trägt.

Nachrichten auf dem Handgelenk ablesen? Das ist ok, aber nur, wenn es nicht unbedingt sein muss. Über das Handgelenk telefonieren? Ich muss mich nicht unbedingt noch mehr zum Affen machen. Ein schlechtes Foto oder ein noch schlechteres Video mit dem Ding aufzeichnen? Warum?

Bisher sind Smartwatches einfach nur eine Erweiterung des Smartphones, die ohne echten Mehrwert ausgestattet sind. Alles, was die Smartwatch kann, kann mein Telefon besser und das habe ich sowieso immer dabei.

Ein Mehrwert ist beispielsweise, wenn eine Smartwatch gut aussieht, denn dann wird es zum modischen Accessoire. Klar, das ist ein sehr simpler Mehrwert und das Aussehen ist natürlich Geschmackssache. Bisher trifft das ganze Zeug meinen Geschmack allerdings nicht. Gespannt bin ich auf die Moto 360, ebenso würde ich mich über die Umsetzung dieses wirklich äußerst schicken Konzeptes freuen.

Warum das funktionieren kann? Weil hier ein Design gewählt wurde, das zeitlos ist und nicht sofort als „Nerd-Wear“ klassifiziert wird. Zu einer solchen Uhr würden dann nämlich vielleicht auch Leute greifen, die gerne einfach eine schicke Uhr tragen möchten. Die Zusatzfunktionen wären dann eine angenehme Beigabe, die man vielleicht auch ab und an tatsächlich nutzen würde, ohne sich dabei zum Geek-Hampelmann zu machen.

Klar, ich bin selbst schon auch ein wenig das, was man gemeinhin als „Nerd“ bezeichnet, dennoch erfreue ich mich auch über Design, das nicht unbedingt nur möglichst futuristisch und technisch aussieht. Ich bin gespannt, was sich da in der Zukunft noch tun wird, genau genommen sind wir ja noch immer am Anfang der Smartwatches. Und Android Wear scheint ja insgesamt sehr interessant zu werden. Na, mal sehen.

Artikelbild: hi-news

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