Android 4.1.2: Alle Änderungen im Überblick

Daniel Kuhn 17

Drei Tage ist es inzwischen her, dass Google mit Android 4.1.2 überraschend ein kleines Update herausgebracht hat. Während dieses nun langsam den Weg auf die ersten Nexus-Geräte findet, gibt es endlich auch Antworten auf die Frage, was sich denn eigentlich alles geändert hat.

Android 4.1.2: Alle Änderungen im Überblick

Da es sich bei Android 4.1.2 nur um ein kleines Update der zweiten Nachkommastelle handelt, sind erwartungsgemäß keine großen Änderungen vorgenommen worden: Über die beiden größten, den rotierbaren Launcher und die Möglichkeit, Benachrichtigungen mit einem Finger ein- und ausklappen zu können, hatten wir bereits berichtet. Es gibt aber neben den angekündigten Bugfixes noch einige kleinere Veränderungen, die Google eingeführt hat, ohne sie an die große Glocke zu hängen. Die Kollegen von Android Police haben das Update in seine Einzelteile zerlegt und einen Überblick über diese Kleinigkeiten bereitgestellt.

Ein Bug mit WLAN-Verbindungen über WPA enterprise wireless(EAP-PEAP)-Verbindungen wurde behoben, den weder die Kollegen noch wir aus Mangel einer solchen Verbindung testen können – hier müssen wir Google also einfach vertrauen, dass der Fehler tatsächlich behoben wurde. Neben Änderungen für CDMA-Netze, die uns hierzulande nicht betreffen, wurde im Dialer ein Feld für Voicemail, also die Mailbox, hinzugefügt, so dass diese nun einfach mit einem Tastendruck angewählt werden kann. Außerdem werden lange SMS-Nachrichten nun nicht mehr automatisch in eine MMS umgewandelt – vielmehr erscheint fortan zunächst ein Dialogfeld, in dem die Umwandlung vorgeschlagen wird. Eine weitere Änderung bezüglich SMS ist die Tatsache, dass diese in der universellen Suche nun nicht mehr enthalten sind. Dies lässt sich für Entwickler von Custom ROMs zwar recht einfach ändern, aber Google hat sich, dank eines gewissen Patentinhabers, entschieden diese Funktion standardmäßig zu deaktivieren.

In den Location-Einstellungen wurde ein dedizierter Schalter eingeführt, mit dem sich die ortsbasierten Dienste auf Wunsch nun noch einfacher abschalten lassen. Zudem wurde die Möglichkeit hinzugefügt, die Ortung über WLAN oder die Verbindung zum mobilen Netz abzuschalten. Die Option ortsbezogene Dienste von Google zu aktivieren oder deaktivieren findet sich nun in den Einstellungen für das Google-Konto. Hier wurde dann auch optisch sehr viel verändert und die Einstellungsseite präsentiert sich unüblicher Weise in Weiß – da sich alle anderen Einstellungen wie gehabt in Schwarz präsentieren, ergibt sich ein ungewohnt inkonsistentes Bild.

Unter den Entwickler-Optionen findet sich nun die Möglichkeit, einen Bug-Report zu erstellen: Betätigt man dieses Feld, wird ein 60.000 Zeilen langes Textdokument (identisch zum bisherigen „adb bugreport“) erstellt, das so ziemlich jede nur erdenkliche Information über das Telefon enthält. Dieses kann dann per E-Mail an einen Entwickler des Vertrauens geschickt werden und die können ihre Apps nun ebenfalls in den Report einfließen lassen.

Als letzte Änderung wurde der Leucht-Effekt der On-Screen-Tasten verstärkt – betätigt man diese, erstrahlen sie nun in neuer Pracht. Dies ist natürlich nur Kosmetik, dürfte dem Einen oder Anderen aber wahrscheinlich doch positiv auffallen, das Auge tippt ja schließlich mit.

Quelle: Android Police

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