Android 4.4.2: Das ist neu

Andreas Floemer 41

Google verteilt seit dem Montag dieser Woche überraschend Android 4.4.2 via OTA-Update, noch bevor der Rollout des nur wenige Tage vorher begonnenen 4.4.1-Updates so richtig in Fahrt kam. Zu den Neuerungen von Android 4.4.1 hatten wir bereits eine kleine Übersicht zusammengestellt, in gleicher Manier bekommt ihr nun einen Überblick, was im aktuellen KitKat-Update hinzugekommen ist.

Android 4.4.2: Das ist neu

Da es sich bei Android 4.4.2 wie auch bei 4.4.1 um einen kleinen Versionssprung handelt, liegen die Änderungen eher im Detail, nichtsdestotrotz sind ein paar Neuerungen entdeckt worden. Zu allererst sei allerdings erwähnt, dass Google den Rollout von Android 4.4.1 kurz nach Freigabe offensichtlich gestoppt hat, da der ein oder andere elementare Bug nicht gefixt wurde. Dass dem so ist, zeigt sich vor allem daran, dass Google keinerlei Factory Images für 4.4.1 veröffentlicht hat, sondern nur die von Version 4.4.2.

Entsprechend erhalten viele Nutzer mit dem Update auf die aktuelle Iteration auch erst jene Features, die manche bereits mit 4.4.1 auf ihre Geräte bekommen hatten. Eine Auflistung der Neuerungen, die mit Android 4.4.1 einhergingen, findet man in einem separaten Artikel. Es sei allerdings erwähnt, dass in Android 4.4.1 /4.4.2 allen voran die Kamera des Nexus 5 optimiert wurde, obwohl die Meinungen über die Auswirkungen des Updates auf die Bildqualität auseinander gehen.

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Was das nun die Veränderungen von Android 4.4.1 auf 4.4.2 anbelangt, haben wir es mit weniger als einer Handvoll Neuerungen zu tun. So sind beispielsweise Fehler, die bei der Lieferung und Anzeige von Sprachnachrichten auftauchten, behoben worden. Ferner hat Google die Sicherheit des Systems im Allgemeinen erhöht – konkrete Informationen liegen dazu nicht vor. Darüber hinaus konnte die kürzlich bekannt gewordene Sicherheitslücke gestopft werden, mit der Nexus-Geräte durch Flash-Messages – das sind solche, die direkt auf dem Display, anstatt in der SMS-App erscheinen – zum Neustart gezwungen oder instabil wurden.

Eine Funktion, die manch einem mit Sicherheit schon ans Herz gewachsen ist, hat Google indes wieder einmal versteckt oder gar womöglich ganz entfernt: Die Rede ist von App Ops, dem Permission Manager, mit dem man Berechtigungen einzelner Apps beschneiden kann. Unter Android 4.4 lief die Funktion noch problemlos, mit 4.4.2 hat Google sie deaktiviert. Googlerin Diane Hackborn gab zu Protokoll, dass die Funktion intern gebraucht wurde, die App Ops aber nie für den Endnutzer gedacht waren. Nutzer mit gerooteten Geräten können die App Ops aber über ein Xposed-Modul wieder aktivieren.

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Unter Android 4.4.2 hat Google den Permission Manager entfernt – Apps, mit denen man bisher darauf zugreifen konnte, haben ihre Funktion verloren.

Ein weiterer Bug, der offenbar mit Android 4.4.2 behoben scheint, bezieht sich auf die manuelle Installation von Apps per APK. Diese Funktion schien unserer Beobachtung nach auf Geräten mit installiertem Android 4.4.1 häufig nicht zu funktionieren, unter 4.4.2 klappt es wieder.

Diese Übersicht ist vermutlich nicht vollständig, da Google leider zumeist keine aussagekräftigen Changelogs liefert. Daher müssen wir stets warten, bis Leute mit Ahnung von der Materie die Änderungen im Quellcode analysiert haben. Habt ihr Funktionen oder Features gefunden, die nicht in der Übersicht vorhanden sind? Eure Beobachtungen bitte in die Kommentare.

Quelle: PocketNow

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