Android 4.5: Designkonzept räumt mit Inkonsistenzen auf, gefällt mit klarem Design

Kaan Gürayer 50

Einst war Android das hässliche Entlein unter den mobilen Betriebssystemen: Im Funktionsumfang iOS und Windows Phone zwar weit überlegen musste sich das Google-OS in puncto Design der Konkurrenz eindeutig geschlagen geben. Erst mit Android 3.x Honeycomb und stärker noch Ice Cream Sandwich legte Google ein größeres Augenmerk auf die Optik und entwickelte eine eigene Designsprache. Doch noch immer gibt es Ecken in Android, die einen Facelift vertragen könnten. Wie dieser aussehen könnte, zeigt uns Cristian Ruiz. Sein Design-Konzept für ein mögliches Android 4.5 räumt mit einigen Inkonsistenzen auf und gefällt mit einem klaren Design. 

Cristian Ruiz mag das Aussehen von Stock Android. Bereits am Anfang seines Blogeintrages macht er klar, dass es nicht darum gehe, Android von Grund auf neu zu designen, sondern nur den Teilen im Betriebssystem ein Facelift zu verpassen, die seit Jahren keine optischen Neuerungen spendiert bekommen haben. Auch deshalb ist die Rede von Android 4.5 und eben nicht Android 5.0.

Als erstes hat er sich die Einstellungs-App vorgenommen, die seiner Meinung nach einfach nur grässlich aussah. Das Layout an sich wurde nicht verändert, lediglich das Farbschema aufgefrischt. Die App erstrahlt jetzt in einem frischen und hellen Kleid und kommt außerdem mit abgerundeten Toggles daher, die in einem leichteren Blau gehalten sind. Insgesamt erinnern vor allem die Toggles an iOS 7 - ein Vorwurf, den sich Ruiz auch in den Kommentaren einige Male hat anhören müssen. Ganz allgemein scheint er etwas gegen scharfe Ecken zu haben, denn auch die Regler für die Telefon-Lautstärke wurden abgerundet und auch erweitert: Wie auf Tablets zeigen sie jetzt ebenfalls die Regler für die Lautstärke und den Alarm an.

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Überarbeitet wurden auch der Taschenrechner sowie die Kamera-App. Beim Rechner moniert der Designer, dass er „seit Jahren“ kein Re-Design mehr erlebt habe und die Buttons nicht einmal einen gleichbleibenden Abstand zueinander hätten. Auch hier erstrahlt die App mit einer frischen Optik, die mit ihren Grau- und Weißtönen deutlich besser zu KitKat passt als die derzeitige Version.

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Die Kamera-App bietet im Design-Konzept einen Vollbildmodus, außerdem wurden die sogenannten „Arc-Controls“, also das Halbkreis-Menü der Kamera-App, durch einen einfachen Slide-out-Mechanismus ersetzt. Für Christian Ruiz waren erstere zu mühselig in der Bedienung.

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„Offen gesagt, ich glaube nicht, dass Android einen guten ersten Eindruck hinterlässt“, bilanziert Ruiz in Anspielung auf den Login-Screen bei der ersten Einrichtung eines Androiden. Auch hier legt er Hand an und zeigt nicht nur Änderungen in der Optik, sondern auch im Funktionsumfang. Nach Eingabe des Google-Kontos soll der Nutzer mit Namen und Bild begrüßt werden, so seine Vision. Außerdem soll es seiner Vorstellung nach ein Komplett-Backup des Smartphones über Google Drive geben - mit dieser Forderung stößt er auch bei uns auf offene Ohren. Dabei soll der Nutzer auswählen können, welche Apps und Einstellungen übernommen werden sollen. Schließlich haben viele von uns mehrere Geräte und auf Smartphones und Tablets sind nicht unbedingt dieselben Anwendungen installiert.

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Schlussendlich soll es auch noch die Option geben, verschiedene Farschemata auszuwählen. Denn Geschmäcker seien ja schließlich verschieden, wie der selbsternannte Geek meint. Ein Beispiel dieser Möglichkeit könnt ihr direkt hier sehen:

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Insgesamt macht Christian Ruiz‘ Konzept einen stimmigen und durchdachten Gesamteindruck. Hier wird nicht versucht, Android neu zu erfinden, sondern unserem Lieblings-OS nur den letzten Feinschliff zu geben. Wie findet ihr die Entwürfe? Glaubt ihr, Matias Duarte und sein Design-Team könnten sich davon inspirieren lassen? Eure Meinungen bitte in die Kommentare.

Quelle: Pixel-Shift, (2) [via Android Police auf G+]

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