Android-Brille: Google HUD kommt noch dieses Jahr

Daniel Kuhn

Bereits Anfang Februar geisterten erste Meldungen zu einer Google Brille durch die Technik-News. Jetzt hat das Bits-Blog der New York Times ein paar neue Informationen zu der Augmented Reality-Sehhilfe aufgetan – demnach soll das Gerät noch im Laufe dieses Jahres erhältlich sein und ungefähr so viel kosten wie ein Smartphone – also irgendwas zwischen 250 und 600 Dollar.

Augmented Reality ist eine wirklich tolle Idee, die auch durchaus Spaß machen kann – einziger Nachteil dieser Apps, man muss immer sein Smartphone aus der Tasche ziehen und es sich vor das Gesicht halten. Das sieht nicht nur verhältnismäßig albern aus, sondern ist auch eher unpraktisch, da man Gefahr läuft auf dem Gehweg in den Gegenverkehr zu geraten und mit unvorbereiteten Zeitgenossen zusammenzustoßen. Da käme eine Brille mit integriertem Display gerade Recht um diese Probleme zu umgehen.

Das von Google geplante HUD (Head-Up Display), also ein Display, bei dem man den Kopf oben behalten kann und nicht mehr nach unten blicken muß wie bei Smartphones, soll neben den üblichen Informationen wie E-Mail, Status-Updates und sonstige Informationen aus anderen Google-Diensten eine neuartige Form der Navigation bieten. Diese soll zwar am Anfang etwas gewöhnungsbedürftig sein, nach der kurzen Eingewöhnungsphase dafür aber vom Nutzer fast als natürlich wahrgenommen werden. Für diesen Zweck nutzt die Brille eine niedrig auflösende Kamera, die die Umgebung abfilmt und dann Ebenen mit Informationen über Standorte, Gebäude und in der Nähe befindliche Freunde über das Bild legen - das Prinzip ist vergleichbar mit Augmented Reality-Apps wie Layar oder Wikitude.

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Die Brille soll der THUMP-Reihe von Oakley relativ ähnlich sehen und neben einer Kamera und dem Display über ein 3G oder 4G-Modem, sowie Lagesensor und GPS verfügen und mit einer eigenen Version von Android ausgerüstet sein. Derzeit geht das Google-Team noch einigen Problemen nach, zum Beispiel wie man verhindern kann, dass mit der Kamera andere Personen ohne ihr Wissen gefilmt werden können.

Auch wenn die Brille dafür gedacht ist, wie ein Smartphone nur bei Bedarf verwendet zu werden, gehen Google-Mitarbeiter davon aus, dass einige Tech-affine Zeitgenossen diese Sehhilfe nur selten absetzen werden. Da die Brille erst zum Ende des Jahres erwartet wird, kann man sie unserer Meinung nach von der Liste der Produkte streichen, die Google auf dem MWC vorstellen könnte.

Was haltet ihr von der Brille? Gefällt sie euch, oder haltet ihr das Konzept für übertrieben nerdig? Ab in die Kommentare mit eurer Meinung.

Quelle: New York Times [via Phandroid]

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