Android-Versionen im November: Gingerbread bleibt hartnäckig

Lukas Funk 6

Wie jeden Monat veröffentlichte Google auch für den jüngst vergangenen November aktuelle Statistiken zur Verteilung der aktiv genutzten Android-Versionen. Diese belegen, dass immer noch die Hälfte aller Geräte mit Play Store-Zugriff mit der längst veralteten Version 2.3 „Gingerbread“ herumdümpeln, Tendenz nur leicht fallend. Außerdem erstmals vertreten: 4.2 „Jelly Bean“.

Android-Versionen im November: Gingerbread bleibt hartnäckig

So hatte sich Google das wohl nicht vorgestellt. Mit Veröffentlichung von Android 4.0 „Ice Cream Sandwich“ vor gut einem Jahr wollte man sich im schicken neuen Kleid präsentieren und die aus heutiger Sicht eher unschöne Benutzeroberfläche der Vorgängerversionen weit hinter sich lassen. Doch nicht wenige Hersteller veröffentlichten auch 2012 noch Smartphones mit 2.3 „Gingerbread“ — vornehmlich im Low-Cost-Segment, wo die günstige Hardware nicht mit den gestiegenen Anforderungen mithalten konnte. Die zögerliche — bei günstigeren Modellen meist sogar gänzlich fehlende — Update-Politik der OEMs tat dann ihr Übriges, und so sehen wir auch noch Ende des Jahres eine 24 Monate alte Version auf über der Hälfte aller Android-Geräte vertreten. Erfreulich ist zumindest, dass die Zahl im Gegensatz zum Vormonat leicht abgenommen hat.

Das „neue“ Android konnte insgesamt zulegen und macht nun immerhin über ein Drittel des Gesamtanteils aus. Dabei wuchs sowohl der Anteil von „Ice Cream Sandwich“ als auch der von „Jelly Bean“ (in Version 4.2 erstmals mit 0,8 Prozent vertreten) — ein Indikator dafür, dass in der Zwischenzeit sowohl Updates von „Gingerbread“ auf „ICS“ als auch von letzterem auf „Jelly Bean“ erfolgt sind.

Da inzwischen die Flaggschiff-Geräte aller namhaften Hersteller zumindest mit Android 4.0 ausgestattet sind, bleibt der Schluss, dass die meisten Devices mit veralteter Version tatsächlich aus dem Low-End-Bereich stammen. Da hier nicht mehr mit Updates zu rechnen ist, wird sich die Statistik auch in Zukunft nur sehr langsam zu Gunsten der momentan neuen Versionen verschieben — die dann selbst nicht mehr aktuell sein werden.

Wie schaut eure persönliche Update-Politik aus? Greift ihr gezielt zu den Flaggschiffen unter den Smartphones und Tablets, um möglichst viele Updates zu erhalten? Oder ist euch das der deutlich höhere Preis nicht wert, und ihr nutzt notfalls eben Custom ROMs? Einschätzungen bitte in die Kommentare.

Quelle: Android Developers [via Android Police]

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