Android-Versionen zum September: „Gingerbread“ weiterhin vorherrschend

Lukas Funk 6

Die neuesten Android-Benutzerstatistiken sind da, bieten allerdings keinerlei Überraschung: Leider weiterhin die Mehrheit aller Geräte nutzt Version 2.3 „Gingerbread“, das „neue“ Android legt aber immerhin konstant zu.

Android-Versionen zum September: „Gingerbread“ weiterhin vorherrschend

Neue Messungen der Android-Benutzerstatistiken für die beiden Wochen vor dem 4. September bestätigen, was Nutzer täglich am eigenen Leib Smartphone erfahren: Das mittlerweile fast 2 Jahre alte Android 2.3 „Gingerbread“ ist nach wie vor die am weitesten verbreitete Version von Googles Betriebssystem. Nur leicht aufholen konnten die Iterationen 4.0 „Ice Cream Sandwich“ und 4.1 „Jelly Bean“ – sozusagen das „neue“ Android seit der Generalüberholung – deren Verbreitung von 16,7 auf 22,1 Prozent anstieg. Damit liegt der prozentuelle Anteil der neuen Versionen erstmals über dem der deutlich veralteten Vorgänger von „Gingerbread“.

Vergleicht man die aktuellen Statistiken mit jenen vom Juli dieses Jahres, fällt der fast konstant gebliebene Anteil auf, den Android 2.3 einnimmt. Immerhin stieg die aktuelle Version 4.1 in ihrer Verbreitung um 50 Prozent – diese war in den Statistiken von Juli, erst kurz nach ihrer Veröffentlichung, erstmals mit 0,8 Prozent vertreten, belegt nun aber schon 1,2 Prozent. Da „Jelly Bean“-Updates für viele Top-Geräte wie das Galaxy S3 sowie ältere Modelle zum Beispiel von Motorola aber noch bevorstehen, darf bis zur nächsten Erhebung optimistisch mit einem deutlichen Anstieg gerechnet werden.

Auf Grund der Unterschiede im Code der Versionen 2.3 und 4.0, die so groß sind wie nie zuvor in der Geschichte Androids, lohnt sich ein Update für viele Hersteller, insbesondere für Mittel- und Unterklassegeräte, aus Zeit-Kosten-Gründen nicht. So muss langfristig davon ausgegangen werden, dass der hohe prozentuale Anteil, den „Gingerbread“ momentan noch für sich beansprucht, erst mit diesen Smartphones verschwindet.

Das allerdings könnte schon früher der Fall sein, als man denkt: Auf Motorolas Präsentation gestern verkündete Googles Vorsitzender Eric Schmidt, dass momentan täglich 1,3 Millionen neue Android-Geräte aktiviert werden. Während der Erhebung im Juli waren es „gerade mal“ 900.000. Der rapide Anstieg ist wohl nicht zuletzt Googles eigenem, von ASUS gefertigtem Tablet Nexus 7 zu verdanken, dessen Erfolg und Verkaufszahlen jegliche Erwartung deutlich übertrafen. Und auch Samsungs Galaxy S3 trug mit seiner Verbreitung klar zum Wachstum Androids bei. Die Verkaufszahlen überschritten gerade die Grenze von 20 Millionen Geräten.

Quellen: Android Developers [via androidcentral], BGR [via pocketnow]

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