Android: Wird Lifestyle in der Schweiz, weil iPhone „jeder hat“

Frank Ritter 13

Der Schweizer Tagesanzeiger berichtet in einem aktuellen Report, dass es in der Schweiz eine wachsende Bewegung an Nutzern gibt, die sich dem Trend widersetzen, ein iPhone zu kaufen – einfach „weil es jeder hat“. Die Alternative heißt Android.

Die Schweiz ist eine Apple-Domäne: In keinem anderen Land der Welt gibt es so viele iPhones in Relation zur Bevölkerung. Aber in der Schweiz gibt es auch Leute, die gegen den Strom schwimmen. Und diese Menschen bevorzugen Smartphones mit Android-Betriebssystem.

Gründe dafür sind längst nicht mehr nur die Abgrenzung gegenüber der Masse an iOS-Nutzern, die Samsung in den Werbekampagnen der letzten Monaten als „Schafe“ aufs Korn nahm. Manche Nutzer bevorzugen Android eben auch, weil die Geräte handfeste Vorteile gegenüber den Apple-Modellen bieten: So sind Displays oft größer sind und der Funktionsumfang entspricht den von iOS-Devices oder übertrifft diese sogar - etwa in puncto Anpassungsmöglichkeiten.

Hier spielt die geringe Weiterentwicklung des iPhones in Hinsicht der Displaygröße mit hinein, das seit eh und je mit einer Diagonale von 3,5 Zoll aufwartet. Zwar wird diese Designentscheidung bei Apple damit begründet, dass das iPhone nur so von jedermann einhändig bedient werden kann, allerdings scheinen viele Konsumenten mittlerweile bereit zu sein, auf dieses Komfortmerkmal zugunsten einer großen Bildschirmübersicht zu verzichten – was unter anderem den anhaltenden Erfolg des Phablets Samsung Galaxy Note erklärt. Als weiterer Vorteil von Android wird die Vielfalt an Geräten hinsichtlich Design und Preisgestaltung angegeben.

Nein, der Report des Schweizer Tagesanzeigers ist keineswegs repräsentativ – aber er stützt zumindest Entwicklungen, die wir auch hierzulande beobachtet haben: Der VIP-Bonus des iPhones verschwindet in zunehmendem Maße; mittlerweile wird ein Android-Smartphone nicht mehr als „iPhone für Arme“ und es zu benutzen auch nicht mehr als „Notlösung“ verstanden – sondern als bewusste Entscheidung für einen anderen Smartphone-Weg. Nachdem Android also den Mainstream erobert hat, wird Google Mobil-OS jetzt sogar „cool“. In dem Sinne: Weiter so, Google, Samsung, HTC und Co.

Quelle: Tagesanzeiger.ch [via Stefan Keuchel bei Google+]

Frank Ritter
Frank Ritter, GIGA-Experte.

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