Grand Prix Story: Den eigenen Rennstall auf dem Android-Smartphone managen

Amir Tamannai 3

Wie Christian Horner, Ross Brawn oder Martin Whitmarsh den Vettels, Buttons und Schumachers sagen, wo’s lang geht, an der Entwicklung der „Kinky Kylie“ oder des MP4-26 beteiligt sein und lukrative Verträge mit Sponsoren aushandeln: Wer schon immer mal Chef eines Rennstalls sein wollte, sollte sich an Grand Prix Story für das Android-OS ausprobieren.

Grand Prix Story: Den eigenen Rennstall auf dem Android-Smartphone managen

Ich bin ja erklärter Motorsport-Fan (denn wäre ich nicht Tech-Redakteur geworden, dann säße ich heute bestimmt in irgendeinem Cockpit und würde Millionen damit scheffeln, im Kreis zu fahren – seltsame Entscheidungen, die man zuweilen im Leben trifft …) und so könnt ihr euch vorstellen, wie groß meine Freude war, als ich kürzlich das Spiel Grand Prix Story im Android Market entdeckt habe. Gleich gekauft, installiert und ein paar Testrunden gedreht. Hier meine Streckenanalyse:

Kairosoft, die Spieleschmiede, die uns schon das ausgezeichnete Game Dev Story beschert hat, versetzt den Spieler in Grand Prix Story mitten in die Welt des Motorsports: Ihr gründet einen Rennstall, baut einen ersten Boliden, heuert Fahrer und Mechaniker an, trainiert diese und kümmert euch um Sponsoren und Gehälter. Und das alles auf dem Smartphone, in gewohnter Kairosoft-Qualität und vor allem gewohnter (und lieb gewonnener) 2D-8Bit-Pixel-Grafik.

Wer Game Dev Story gespielt hat, wird sich auch dessen Grand Prix-Pendant gleich zurechtfinden; allen anderen sei das Spielprinzip erläutert: Ihr beginnt mit einem Fahrer und einem Mechaniker. Diese werden bei jedem neuen Spiel mehr oder weniger zufällig zugewiesen, so dass es durchaus sein kann, dass ihr mit schlechteren oder eben besseren Voraussetzungen startet. Zunächst gilt es, ein Rennfahrzeug zu entwickeln – am Anfang stehen euch nur der Roadster, wahlweise mit Front- oder Heckantrieb zur Verfügung (echte Racer wählen natürlich den Heckantrieb); im späteren Verlauf kommen Buggy, Dragster, Supercar usw. sowie andere Antriebskonzepte hinzu.

Überdies entwickelt ihr neue Zubehörteile wie Radialreifen, den V6-Motor oder Heckflügel. Diese könnt ihr auch noch upgraden und den so gewonnen Mehrwert in alle eure Fahrzeuge verbauen. Gleichzeitig wollen Fahrer trainiert, Mechaniker hoch-gelevelt, angeheuert oder gefeuert werden. Ach ja, Rennen müssen ja auch noch gefahren und im Idealfall gewonnen werden: Anfangs nehmt ihr nur an einzelnen Events teil, im Laufe des Spiels kommen dann Serien, die über eine ganze Saison laufen, hinzu – da ist gutes Reparatur-Management gefragt, sonst kann es schon mal passieren, dass euer Wagen in Führung liegend qualmend ins Kiesbett rollt.

Stichwort Rennen: Was leider fehlt ist jedwede Möglichkeit der Einflussnahme auf das Renngeschehen selbst – kein Boxenfunk, keine Option, eurem Fahrer irgendeine Strategie vorzugeben. Dadurch wird man bei den Grands Prix selbst, die glücklicherweise nur über eine Runde gehen, zum Zuschauer deklassiert. Ebenfalls schade ist, dass es keinen Online-Modus gibt; dabei hätte ich meinen Fahrer Tak Goto mit unserem MP8-32 (ja, ihr könnt eure Wagen umbenennen) nur zu gerne gegen die Apple-Gurke (ja, das Spiel gibt’s auch für iOS) unseres androidnext-Marketing Managers antreten lassen … naja, müssen wir das eben mit einer Runde Auto-Quartett klären.

Alles in Allem ist Grand Prix Story trotzdem eine niedliche, recht komplexe, gar nicht so einfache (ihr werdet die ersten paar Rennen schlicht nicht gewinnen können) und auch auf Dauer motivierende Management-Simulation, für die sich die 3,49 Euro Anschaffungspreis durchaus lohnen; zumal wenn man Motorsportfan ist. Für alle anderen, die sich da noch nicht so sicher sind, gibt es auch eine kostenlose Lite-Version des Spiels, mit der ihr euch ein (Spiel-)Jahr lang als Christian Horner ausprobieren könnt.

Download: Grand Prix Story (3,49 €)

Download: Grand Prix Story Lite (kostenlos)

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