Merkel-Phone: Bundesregierung nutzt bald Android-Smartphones

Daniel Kuhn 10

Dass gerade Politiker Smartphones nutzen, liegt nah – irgendwie müssen alle Termine, E-Mails und sonstige Nachrichten ja unter einen Hut gebracht werden. Außerdem möchte der der eine oder andere Minister sicher auch mal eine Runde Angry Birds oder Fruit Ninja spielen oder die Ergebnisse von Abstimmungen vorzeitig tweeten. Auf der CeBIT wurde nun die nötige Verschlüsselungstechnologie vorgestellt, um Android-Smartphones künftig Politiker-kompatibel zu machen.

Merkel-Phone: Bundesregierung nutzt bald Android-Smartphones

Es dürfte nicht mehr lange dauern, bis wir Angela Merkel mit einem Samsung Galaxy S2 in der Hand sehen, denn auf der CeBIT wurden von den Unternehmen Secusmart und T-Systems Verschlüsselungstechnologien vorgestellt, die den nötigen Sicherheitsstandards entsprechen und Android-Smartphones auch für Politiker einsetzbar machen. Damit sollen die bisher eingesetzten und längst überholten Plattformen Symbian und Windows Mobile (nicht Windows Phone!) endlich abgelöst werden.

Die vorgestellten Technologien sollen sowohl Daten als auch VoIP-Gespräche verschlüsseln. Dafür kommt der mit dem BSI (Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik) zusammen entwickelte SNS-Standard zum Einsatz. Damit Politiker die Smartphones aber nicht nur beruflich, sondern auch privat nutzen können, hat T-Systems eine viergeteilte Android-Version vorgestellt, die aus einer offenen und einer gesicherte Android-Version sowie einem Mini-BSD und einem für Verschlüsselungsaufgaben verantwortlichen Linux-Kern besteht. Die Firma Secusmart arbeitet an einer ähnlichen Lösung, die allerdings nicht auf Virtualisierung der Bereiche basieren soll.

Es kann aber nicht jedes Android-Smartphone für diesen Zweck von Politikern eingesetzt werden. Die nötigen Sicherheitsschlüssel werden auf einer microSD-Karte gespeichert, so dass Geräte wie das Galaxy Nexus, die auf diese Speichererweiterung verzichten, bereits aus dem Rennen sind. Aus dem gleichen Grund wird man übrigens auch kein iPhone in Politikerhänden sehen.

Was haltet ihr davon, dass Android nun auch den Schritt in die Politik wagt? Findet ihr es gut, wenn Politiker künftig mit Android-Smartphones durch die Weltgeschichte reisen, oder steigt dadurch die Gefahr, dass sie von wichtigen Aufgaben abgelenkt werden? Oder könnte die Nutzung von Check-In-Diensten wie Foursquare dafür sorgen, dass die Bundestagssitzungen künftig etwas besser besucht werden?

Quelle: Heise.de [via derStandard.at]

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