Fensterscheiben, Gitter und andere störende Dinge vor der Kameralinse könnten in Zukunft kein Problem mehr darstellen. Forschern des Massachusetts Institute of Technology, vielen besser unter dem Kürzel MIT bekannt, ist es in Zusammenarbeit mit Google gelungen, einen speziellen Foto-Algorithmus zur Trennung verschiedener Bildebenen zu entwickeln. Dadurch können nicht nur Reflektionen beispielsweise entfernt, sondern auch das sich spiegelnde Bild selbst freigestellt werden.

 

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Gerade in der Kamera-Technologie für Smartphones gibt es aktuell viele spannende Entwicklungen: Während an anderer Stelle daran gearbeitet wird, die Bildqualität weiter zu verbessern, verfolgen Forscher des MIT mit ihrem neuen Algorithmus einen gänzlich anderen Ansatz: Durch die Aufnahme kurzer Videosequenzen ist das Programm dazu in der Lage, störende Elemente im Bild herauszurechnen. Das kann zum Beispiel dazu dienen, um Reflektionen in Fensterscheiben zu entfernen oder statische Objekte wie Gitter wie von Zauberhand unsichtbar werden zu lassen. Auch Regentropfen oder Schmutz auf Scheiben kann der Algorithmus (zumindest auf dem Foto) verschwinden lassen.

Android: Kamera-Algorithmus im Demovideo

Die verschiedenen Frames der kurzen Videoaufnahme, bei der man am besten die Perspektive ein wenig variiert, werden hierzu miteinander verglichen. Durch die Erfassung der Kanten ist die Kamera dazu in der Lage, die verschiedenen Bildebenen voneinander zu trennen. Ebenfalls möglich wird es dadurch, die sich eigentlich im Weg befindlichen Bildbestandteile isoliert darzustellen. Somit lassen sich nicht nur Reflexionen entfernen, sondern auch getrennt von dem dahinter liegenden Bild betrachten.

Android-Algorithmus-Paper

Im Moment hat die Technologie noch einige Einschränkungen, bewegte Objekte stellen den Algorithmus beispielsweise noch vor einem Problem. Zudem ist noch eine beträchtliche Rechenleistung erforderlich, sodass es abzuwarten bleibt, wann wir die Technologie in einer Smartphone-Kamera zu sehen kommen werden.

Quelle: SIGGRAPH via Technology Review, What's Up Gang

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