Und sonst so? Letzte Ansagen vom Android-Bahnsteig (Montag 21.11.2011)

Daniel Kuhn 6

Da wir das Wochenende auf dem Google Developer Day und dem GTUG-Wochenende beschäftigt waren, sind die normalen News-Meldungen etwas zu kurz gekommen. Aus diesem Grund stopfen wir heute alles, was übrig geblieben und zumindest halbwegs interessant ist, in das Resteverwertungsabteil und rauschen durch diese Kolumne wie ein ICE durch den Wolfsburger Bahnhof.

Überfüllte Hardware

Vorsicht an der Bahnsteigkante, in Kürze könnte ein Smartphone von Amazon in den Android-Bahnhof einfahren – darauf deuten zumindest einige Gerüchte Ansagen hin.

Mit beeindruckenden 1920 x 1200 Pixeln ist das Display des Lenovo Tegra 3-Tablets deutlich besser aufgelöst als jede Verspätungsanzeige auf deutschen Bahnsteigen.

Wer mal wieder den Anschlußzug verpasst hat und die Wartezeit mit dem Smartphone stilsicher verbringen will, macht mit der Hugo Boss-Edition des Samsung Galaxy Ace auf jeden Fall eine gute Figur – vorausgesetzt man trägt auch den passenden Anzug.

Ein Name wie ihn sich nicht mal die Bahn hätte ausdenken können: Motorola hält den Namen Xyboard für die neue Tablet-Serie für eine gute Idee.

Auf dem USB-Stick Cotton Candy von der Firma FXI befindet sich ein komplettes Android-Gerät mit Dual Core-CPU und allem Schnipp und Schnapp. Wie man hier jetzt allerdings eine Bahn-Referenz einbauen könnte, will mir beim besten Willen nicht einfallen.

Bilderstrecke starten(6 Bilder)
In 6 Schritten „Ok Google“ deaktivieren oder aktivieren

Verspätete Software

Samsung hat das Galaxy S in Großbritannien in den Android 2.3.5-Zug gesetzt – nächster Halt: Ice Cream Sandwich.

Die ADB (Android Debug Bridge) bestand bisher nur aus einer Eingabeaufforderung, die optisch nicht mehr hermacht, als ein Regionalbahnhof in Niedersachsen – ein XDA-Developer-Mitglied hat sich dem Schwachpunkt angenommen und eine grafische Benutzeroberfläche geschaffen, die schon eher an den Hauptbahnhof in Hannover erinnert.

Viele Besitzer von Samsung-Geräten werden folgendes Szenario sicher kennen: Man sitzt in einem Zug und möchte schnell einen neuen Kernel oder neue Firmware flashen, hat aber kein Laptop mit der ODIN-Software zur Hand. Zum Glück gibt es nun Mobile ODIN, mit dem sich Mods auch direkt vom Smartphone flashen lassen.

Malware ist nach Aussage einiger Sicherheitssoftware-Anbieter ein großes Problem für Android – ein hochrangiger Google-Mitarbeiter ist dagegen der Meinung, dass unter diesen Anbietern mehr Scharlatane und Betrüger anzufinden sind, als im Bahn-Vorstand.

Android 3.2 kann man inzwischen sogar auf Asus Eee Pad Netbooks installieren. Da bei diesen Geräten der Touchscreen fehlt, stellt sich allerdings die Frage, ob man Honeycomb nicht lieber auf den Bahnautomaten installieren sollte – diese könnten dadurch vielleicht etwas schneller werden; und falls nicht könnte man dank Multitasking ja eine Runde Angry Birds spielen, während man auf sein Ticket wartet.

Es kommt ja offiziellen Angaben zufolge nicht oft vor, dass sich mal ein Zug der Deutschen Bahn verspätet – da die Realität sich nicht immer ganz mit dieser Aussage deckt, muss man hin und wieder auch mal Beschwerdebriefe schreiben. Diese lassen sich nun mit der Ice Cream Sandwich-Tastatur auch auf Android 2.x-Geräten komfortabel verfassen.

Welche Neuerungen der neue Android Market 3.3.12 mit sich bringt, ist leider genauso unklar wie der Grund für die häufigen Stellwerkschäden im Bahnhof Berlin-Friedrichstraße.

Der unklimatisierte Rest

Wir möchten an dieser Stelle alle zugestiegenen Patentrechtsverletzungen recht herzlich begrüßen – im Speisewagen gibt es heute die Empfehlung des Bord-Kochs: Ein iCloud-basiertes Motorola/Apple Gericht.

Nachdem man schon Angst haben musste, dass Apple mit dem Slide to Unlock-Patent den letzten Sitzplatz im Lockscreen-Abteil abbekommen hat, kann sich Google nun mit dem Pattern Unlock-Patent entspannt dazu setzen.

Manche Zugfahrten sind nur mit viel Alkohol zu ertragen – vielleicht wäre der Android-gesteuerte Barkeeper-Roboter iZac, den wir an dieser Stelle bereits einmal gezeigt hatten, da eine Option für das Bordrestaurant. Falls die Bahn diese Idee nicht umsetzt, kann man sich den automatisierten Barkeeper dank Open Source-Anleitungen und Quellcode selber bauen – so eine Bahnfahrt kann ja auch ruhig mal sinnvoll genutzt werden.

Unser Fahrgastbegleiter (Leser) Tobi hat uns darauf hingewiesen, dass im Android.com-Zug heute ein hochklassiges Unterhaltungsprogramm mit Musik und Tanz geboten wird. Vielen Dank.

In diesem Sinne – angenehme Fahrt!

Zu den Kommentaren

Kommentare zu dieser News

* Werbung