ViewSonic VCD22: „Android Smart Display“ statt 22-Zoll-Tablet

Frank Ritter 2

Gestern erst berichteten wir über die Pläne des US-Amerikanischen Herstellers ViewSonic, ein Tablet mit der Bildschirmdiagonale von 22 Zoll herauszubringen. Nun haben wir neue Informationen und ein (leider nicht allzu hoch aufgelöstes) Foto zu dem Gerät entdeckt. Beruhigend: Das Gerät mit dem Namen ViewSonic VCD22 wird weniger als Tablet denn als „Smart Display“ vermarktet.

ViewSonic VCD22: „Android Smart Display“ statt 22-Zoll-Tablet

Wie das so ist – kaum hat man einen Artikel beendet, erhält man neue Informationen. So gestern bei unserem Artikel zum 22-Zoll-Tablet von ViewSonic geschehen: Neben den Gerüchten zu dem Gerät, die von allerlei Seiten im Ausland wiedergegeben wurden, gibt es nämlich bereits eine kleine und nahezu komplett unbeachtete Infoseite zu dem Gerät auf der Computex-Webseite, die wir gestern kurz nach Veröffentlichung des Artikels entdeckten. Und die liefert bei Weitem mehr Informationsgehalt als das, was die Gerüchteküche zu wissen glaubt. Sogar ein, leider gering aufgelöstes Bild ist zu sehen.

Der wichtigste Punkt ist wohl, dass ViewSonic das Gerät nicht als Tablet vermarkten wird, obwohl es technisch gesehen ein sehr großes Tablet ist. Stattdessen kommt der Terminus „Android Smart Display“ zum Einsatz. Entsprechend wird als Anwendungsfall in der Produktbeschreibung auch nicht das antisoziale Digitalpendant zum Lesen der übergroßen FAZ in der U-Bahn angegeben, also den sämtlich Nachbarsitzmitfahrer störenden Einsatz des 22-Zollers unterwegs auf dem Schoß. Vielmehr soll das Gerät etwa an Restauranttischen als interaktive Speisekarte zum Einsatz kommen. Außerdem spricht die Produktbeschreibung von „Commercial Clouding Computing“, was immer das heißen mag.

Neben einer Zweckverortung kann man der Produktbeschreibung dann auch noch einige Specs entnehmen: So besitzt der Monitor ein 21,5 Zoll-LED-Panel. Das Display ist Anti-Glare-beschichtet, besitzt FullHD-Auflösung und schaltet mit 5 ms relativ schnell. Eine 1 GHz Dual Core-CPU des Typs OMAP von Texas Instruments sollte für ausreichend Performance sorgen. Eine 1,2 MP-Frontkamera ist an Bord, genau wie ausreichend Anschlussmöglichkeiten für Peripherie: MicroSD-Cardreader, MicroHDMI-Ausgang und 3 USB-Ports. Sound erzeugt der Tablonitor im SRS-Verfahren. Anhand des Bildes steht zu vermuten, dass das Gerät auch über einen (hoffentlich stabilen) Standfuß verfügt. Insofern ist das Gerät mit angeschlossener Maus und Tastatur sicherlich auch gut als traditioneller Rechner zu verwenden. Dass Android sich in die Richtung Desktop-OS entwickelt, stellten wir ja schon länger fest.

Nun, da neue Details bekannt geworden sind – findet ihr das ViewSonic-Gerät interessant? Meinungen in die Kommentare.

Quelle: Computex 2012-Website

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