Japanisches Unternehmen unterstützt 2D-Ehen

Alexander Gehlsdorf

In Japan kannst du in Zukunft auch Videospielfiguren heiraten und wirst dafür sogar bezahlt.

Auch in Blade Runner führt Protagonist K eine ähnliche Beziehung:

Blade Runner 2049: Offizieller HD-Trailer.

Das technologische Forschungsunternehmen Gatebox Lab ist daran interessiert neue Mitarbeiter einzustellen, die Beziehungen mit 2D-Charakteren führen. Das bekannteste Beispiel für solche Beziehungen ist wohl die Waifu-Kultur.

Die neuen Miatarbeiter erhalten zusätzlich zu ihrem Gehalt 5000 Yen, umgerechnet etwa 38 Euro, als Unterhalt für ihre Lebenspartner. Außerdem erhalten sie am „Geburtstag“ ihrer Frau oder ihres Mannes einen Urlaubstag.

Bei den meisten Charakteren dürfte es sich in japan wohl um Anime-Figuren handeln:

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Gesetzlich sind die Ehen zu 2D- und 3D-Charakteren in Japan nicht anerkannt. Für Gatebox Lab könnte das Verfahren also mehrere Hintergründe haben. Entweder sind sie extrem weltoffen gegenüber modernen Lebensstilen, haben es auf Medienaufmerksamkeit abgesehen oder erforschen das Phänomen der Beziehung zu fiktionalen Charakteren auf diesem Weg. So müssen alle Bewerber ein Ehe-Formular ausfüllen, in dem etwa festgehalten ist, wie sich beide Partner kennen gelernt haben oder wie sich der Heiratsantrag abgespielt hat.

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