Patentstreit: Samsung geht vor Gericht die Zeit aus

Thomas Konrad 11

Im Patentstreit mit Apple hat Samsung Richterin Lucy Koh am vergangenen Freitag um mehr Zeit geben. Die 25 Stunden, die beiden Unternehmen zur Beweisführung zur Verfügung stehen, reichen laut Samsung nicht aus, um dem Fall gerecht zu werden.

Lucy Koh ließ sich laut The Verge nicht auf Samsungs Forderung ein. Apples Anwalt Harold McElhinny hatte verständlicherweise ebenfalls etwas einzuwenden: „Wir haben uns an die Regeln gehalten .“ Mehr Zeit für Samsung - das schade Apple gewaltig.

Knapp vier Stunden bleiben Samsung noch, um seinerseits zu beweisen, das Apple gegen Patente verstößt. Laut The Verge habe Samsung bislang versucht, sich gegen den Vorwurf des Plagiierens zu wehren. Weil die Zeit knapp wurde, übersprang Samsung am vergangenen Freitag eine Zeugenaussage, las lieber Transkriptionen vor als entsprechende Videos vorzuführen.

Apple hatte seine Beweisführung bereits vor gut einer Woche abgeschlossen.

Eine achtköpfige Jury wird nach Abschluss der Beweisaufnahme über den Fall entscheiden. Apple fordert vom koreanischen Hersteller 2,19 Milliarden US-Dollar Schadensersatz für fünf verletzte Patente. Für Patente, die Apple verletzt haben soll, will Samsung im Gegenzug 6,9 Millionen Dollar.

Bevor Apple am vergangenen Freitag die Beweisführung abschloss, hatte ein Sachverständiger sich bereits zum Patentstreit geäußert: Er bekräftigte, dass die von Apple geforderte Schadensersatzsumme gerechtfertigt sei.

Apples geforderter Schadensersatz setzt sich aus einem Gewinnverlust von 1,067 Milliarden Dollar und einem Betrag für Lizenzgebühren in Höhe von 1,124 Milliarden Dollar zusammen. Pro Gerät seien es rund 40 Dollar, die die Südkoreaner dem Hersteller aus Cupertino schuldig seien.

 

Bild: wooden gavel on wodden table via shutterstock

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