Bericht: Apples Suche nach Spezialisten legte Elektro-Motorrad-Startup lahm

Holger Eilhard 17

Nicht nur große Unternehmen wie Tesla müssen Federn lassen, wenn Apples Recruiter auf der Suche nach neuen Talenten sind. Auch Arbeitnehmer in kleinen Startups, wie etwa Mission Motors, sind vor den lukrativen Angeboten nicht sicher.

Wie Reuters berichtet, musste das Startup Mission Motors aus San Francisco, das Motorräder mit Elektromotor entwickelte, unter anderem aufgrund akuten Mitarbeiterschwunds im vergangenen Mai die Türen schließen.

Nachdem das Team im vergangenen Jahr zwei wichtige Mitarbeiter verloren hatte, wurden die Geldgeber des Unternehmens vorsichtig und stoppten ihre Investitionen. In den kommenden Monaten verlor Mission Motors weitere Arbeitskräfte an das Unternehmen aus Cupertino, welches derzeit angeblich an einem eigenen Elektroauto arbeitet.

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Apple hat in den vergangenen Monate diverse Talente aus der Automobilbranche für sich gewinnen können. Dies ging mitunter so weit, dass das Batterie-Spezialist A123 Systems die Kalifornier verklagten. Die beiden Unternehmen haben sich mittlerweile geeinigt.

Während A123 den Verlust diverser Arbeitskräfte verschmerzen konnte, war das Ende von Mission Motors besiegelt, nachdem im vergangenen Jahr laut Insiderberichten rund ein halbes Dutzend der Mitarbeiter zu Apple wechselten. Aber auch Tesla und Harley Davidson konnten einige (Ex-)Mitarbeiter des Startups für sich gewinnen.

Apple trifft beim Umgang des Startups aber nur eine Teilschuld. Reuters berichtet, dass das Unternehmen wiederholt – aufgrund akuten Geldmangels – kurz vor dem Ende stand. Dies macht es einfach für einen Giganten wie Apple den Mitarbeitern äußerst lukrative Angebote inklusive einer sichereren Zukunft zu machen.

Am Ende konnte Mission Motors kein einziges Motorrad an seine potentiellen Kunden verkaufen. Die ehemaligen Mitarbeiter sind nun unter anderem bei Apple, Tesla und auch Google zu finden.

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