Nach der Sichtung der angeblich von Apple geleasten Dodge-Mini-Vans und der Anstellung des ehemaligen Mercedes-Benz-Forschungschefs, meldet sich nun der Ex-CEO von GM, Dan Akerson, zu Wort.

 

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Die Gerüchteküche um Apples Einstieg in die Automobilbranche brodelt. Angeblich arbeitet das Unternehmen in Cupertino, Kalifornien an einem Elektroauto. Nun melden sich die ersten Brancheninsider zu Wort.

Dan Akerson, der von 2010 bis 2014 CEO des Automobil-Giganten General Motors war und mit der Reorganisation des Unternehmens beauftragt war, warnte Apple in einem Interview mit Bloomberg.

„Wäre ich ein Apple-Aktionär, dann würde ich nicht glücklich sein über derartige Meldungen“, so Akerson. Die langfristige Perspektive über den Einstieg in eine Branche mit niedrigen Margen und aufwendiger Fertigung ist ihm suspekt. Als GM-Chef hätte er Apple allerdings gerne die Infotainment- und Kommunikations-Technologie seiner Autos überlassen.

Dan Akerson war vor seiner Zeit bei GM ebenfalls ein Neuling in der Automobilbranche; er arbeitete zuvor in der Telekommunikationsbranche. Akerson war Präsident von MCI Communications Corp. sowie CEO von Nextel Communications Inc., General Instrument Corp. und NextLink Communications Inc.

„Wir nehmen rohen Stahl und bauen daraus ein Auto. Die haben keine Ahnung worauf sie sich einlassen, wenn sie dort einsteigen sollten“, so Akerson. Aufgrund der (Sicherheits-)Auflagen und Gesetze sei diese Industrie deutlich komplexer als viele denken.

Ähnliche Bedenken hatten Insider der Telekommunikationsbranche ebenfalls vor der Präsentation des ersten iPhone.

Es wurde vor Kurzem bekannt, dass Apple unter anderem den ehemaligen Präsidenten und CEO für Forschung und Entwicklung bei Mercedes Benz Johann Jungwirth für sich gewinnen konnte. Apple liefert sich darüber hinaus einen Kampf um Mitarbeiter mit dem Autohersteller Tesla.

Das Unternehmen aus Kalifornien arbeitet angeblich an einem geheimen Projekt mit dem Codenamen Titan, das sich mit der Fertigung eines Elektroautos befassen soll.