Porsche-Chef: „iPhone gehört in die Tasche, nicht auf die Straße“

Florian Matthey 22

Apple und Google könnten die Zukunft des Autos mitbestimmen. Der Porsche-Chef Oliver Blume ist sich da nicht so sicher: Autonomes Fahren sei so verlockend wie eine Rolex fürs Eierkochen, und ein iPhone gehöre in die Tasche und nicht auf die Straße.

Porsche-Chef: „iPhone gehört in die Tasche, nicht auf die Straße“

Der erst vor kurzem beförderte Porsche-Vorstandsvorsitzende Oliver Blume sprach mit dem Westfalen-Blatt unter anderem über Zukunftsentwicklungen der Automobilindustrie. In Sachen Elektromobilität will Porsche durchaus mitreden: 2018 soll beispielsweise eine Plug-in-Hybrid-Variante des Klassikers 911 erscheinen. Von selbstfahrenden beziehungsweise autonomen Autos, mit denen unter anderem Google seit Jahren experimentiert, hält Blume hingegen wenig: „Das ist so verlockend wie eine Rolex fürs Eierkochen. Einen Porsche will man selbst fahren.“

Bekanntlich soll es auch bei Apple ein Automobil-Projekt mit dem Codenamen „Titan“ geben, wobei unklar ist, worum es sich hierbei eigentlich handelt – will Apple ein komplett eigenes Elektroauto bauen? Und wenn ja, soll es auch selbstfahrend sein? Direkt geht Blume nicht auf das Thema ein, lässt sich aber dennoch zu einem Seitenhieb gegen Apple hinreißen.

Zwei wäre es fahrlässig, die „stark veränderte Welt der Mobilität“ nicht zur Kenntnis zu nehmen und daraus entsprechende Schlüsse zu ziehen. Wichtig sei „die richtige Kombination aus Bedienbarkeit und neuer Technologie.“ Autos sollten sich sinnvoll mit der Umgebung verbinden. „Doch für uns gehört ein iPhone in die Tasche, nicht auf die Straße.“

Zwar gehört Porsche zu den Herstellern, die Apples System CarPlay zwecks Verbindung zwischen Bordcomputer und iPhone benutzen. Offenbar will Blume aber nicht, dass diese Verbindung zu weit geht. Ob er damit den Zeitgeist der Zukunft trifft, bleibt abzuwarten.

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