Erstmals sollen Dokumente belegen, dass Apple an einem Auto arbeitet. Selbstfahrend soll es außerdem sein. Das berichtet die britische Tageszeitung „The Guardian“.

 

Apple iCar

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Die Entwicklung des Apple-Autos sei bereits weiter fortgeschritten, als viele glauben, schreibt das Blatt. Derzeit suche das Unternehmen nach einem Gelände in der Küstenregion um San Francisco, um das selbstfahrende Auto zu testen.

Dem „Guardian“ liegt eine Korrespondenz zwischen Apple und dem Betreiber einer Teststrecke für selbstfahrende Autos vor. GoMomentum Station bietet eine 32 Kilometer lange Teststrecke. Der ehemalige Marinestützpunkt wird vom Militär bewacht und ist laut Betreiber die größte abgesicherte Teststrecke der Welt. Mercedes-Benz und Honda haben dort bereits Tests durchgeführt.

Frank Fearon, Ingenieur bei Apple, erkundigte sich beim Betreiber über die Verfügbarkeit des Geländes, fragte außerdem, wie man sich mit anderen Nutzern abstimmen müsste.

Laut „Guardian“ sei Apples selbstfahrendes Auto beinahe bereit für die Straße. Als Beweis führt das Blatt eine Nachricht an, die der Teststrecken-Betreiber Ende Mai Fearon zukommen ließ. Eine Tour durch das Gelände wurde damals verschoben. Man wolle jedoch am Ball bleiben und Apples Zeitpläne für Testfahrten einhalten, hieß es darin.

Google und weitere Automobilhersteller hätten sich die Strecke schon angesehen. Im April hätten bewaffnete Soldaten Tesla-Angestellten den Zutritt verweigert, angeblich weil ein Teil der Besuchergruppe nicht in den USA geboren wurde und der Manager seine Sozialversicherungsnummer nicht preisgeben wollte. Nicht allen Herstellern gefallen diese Sicherheitsmaßnahmen, schreibt der „Guardian“; Apple dürfte sich jedoch wie zuhause fühlen.

Dass Apples Auto selbstfahrend ist, behauptete Mitte Februar auch die Nachrichtenagentur Reuters. Zu diesem Zeitpunkt hätten angeblich bereits Hunderte Apple-Angestellte an dem Elektroauto gearbeitet, dessen Produktion im Jahr 2020 beginnen soll.

Gerüchte um das Projekt „Titan“ — so der angebliche Codename für Apples iCar — gibt es nun seit einigen Monaten. Ranghohe Kräfte aus der Automobilindustrie habe Apple für sich gewinnen können, hieß es immer wieder. Sicher ist wohl auch, dass sich der US-amerikanische Hersteller mit Vertretern des Münchener Automobilkonzerns BMW getroffen hat und Interesse am i3-Modell zeigte.