Sieben Gründe, warum Apple & BMW das iCar bauen werden

Ansgar Warner 24

Das Apple Car wird 2019 gelauncht. Die große Frage bleibt: geht Apple die Extrameile zum eigenen Auto alleine, oder gibt’s eine Kooperation? Immer mehr Gründe sprechen dafür, dass der Partner BMW heißen könnte.

Sieben Gründe, warum Apple & BMW das iCar bauen werden
Bildquelle: Wikimedia Commons (cc-by-2.0).

Seit letzter Woche wissen wir: Apples geheimes Projekt „Titan“ ist schon weiter, als viele dachten. Nicht irgendwann in den 2020er Jahren wird wohl das erste iCar vom Band rollen, sondern wahrscheinlich schon in vier Jahren. Auch schon klar ist: Vollelektrisch wird die Apfelkiste fahren, aber in der ersten Version noch nicht sich selbst steuern können. Schon mehr als 1.000 Automacher sollen in Apples Werkstätten das Projekt vorbereiten – doch will man in Cupertino tatsächlich ein komplettes Auto realisieren, inklusive Fahrgestell und Karrosserie?

Viel wahrscheinlicher klingt die Kooperation mit einem großen Autokonzern, der auf diesem Gebiet bereits zukunftsweisende Konzepte anbieten kann, so dass Apple sich auf neuralgische Punkte wie den Elektromotor, die Akkutechnik und Software-Aspekte konzentrieren könnte. Viele Branchenbeobachter halten deswegen die Bayerischen Motorenwerke für den perfekten Partner – tatsächlich sprechen mindestens sieben gute Gründe für diese Kooperation zwischen München und Cupertino:

  1. Erste Gespräche zwischen Apple und BMW wurden letztes Jahr abgebrochen, mit dem neuen BMW-CEO Harald Krüger gibt es aber seit Mitte 2015 eine neue Chance auf Verständigung.
  2. Mit dem BMW i3 gibt es bereits ein serienreifes Hybrid-Fahrzeug mit Kohlefaser-Chassis, das man bis 2019 relativ leicht zum vollelektrisch angetriebenen Auto mit hoher Reichweite ausbauen könnte, das ohne benzingetriebenen „Range Extender“ auskommt.
  3. Das bisherige BMW i3-Konzept kommt bei den Autokäufern nicht so richtig an, die Absatzzahlen sind mit global 30.000 bisher mau. Apple könnte den notwendigen Hype für ein verbessertes i3 erzeugen.
  4. Apples hauseigene Erfahrung mit Akku-Technologie wäre eine gute Grundlage, um den BMW i3 mit einer leistungsfähigen Energiequelle zu bestücken.
  5. In den Jahren 2016 und 2019 sind ohnehin neue Versionen des i3 geplant, nächstes Jahr mit einer stärkeren Batterie, drei Jahre später könnte dann die noch leistungsfähigere Apple-Version folgen.
  6. Preislich rangiert der i3 in den USA derzeit ab 42.000 Dollar, der Einstiegspreis für das Apple Car dürfte Analysten zufolge knapp oberhalb von 50.000 Dollar liegen, was für ein gebrandetes Produkt mit innovativen Features gut vermittelbar wäre.
  7. Der bisher ebenfalls vorstellbare Kooperationspartner Volkswagen ist nach dem aktuellen Abgas-Skandal nicht nur in den USA ein absolutes No-Go.

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