Kann Apple alles besser, auch Auto-Design – siehe iCar-Projekt? Star-Designer Marc Newson hat zum Aussehen der Apple Watch beigetragen, und wirft jetzt der traditionellen Auto-Industrie totale Ideenlosigkeit vor.

 

Apple iCar

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Marc Newson hat schon alles mögliche gestaltet,vom Moutain-Bike für Biomega über Motorboote für Riva bis zum edlen Montblanc-Füllfederhalter. Auch Apple nahm 2014 die Dienste des Londoner Design-Gurus in Anspruch: im Team von Jony Ive half Newson dabei, der Apple Watch den letzten Schliff zu geben.

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„Was auch immer ich designe, es geht immer um eine Übung im Problemlösen. Da wird ein Troubleshooter gebraucht, und der bin dann ich“, so Newson jetzt gegenüber dem Wall Street Journal. Und demnächst vielleicht für das iCar-Design?

Newsons Design-Credo klingt jedenfalls sehr Apple-like: „Es gibt eine Reihe von Prinzipien, die sich universell anwenden lassen, das einzige, was sich ändert, sind Materialien und Größenverhältnisse“, so Newson gegenüber dem WSJ. „Grundsätzlich macht es keinen Unterschied, ob man ein Boot designt oder einen Füllfederhalter“.

Größtes Vorbild für Newson ist das italienische Design der frühen Nachkriegszeit. Lieblings-Ärgernis („Pet Peeve“) dagegen die gegenwärtige Design-Praxis der Auto-Industrie: „Es gab mal Momente, da verinnerlichten Autos all die guten Dinge, die wir mit Fortschritt verbinden. Aber im Moment sind wir in einer Talsohle angekommen“.

Da fragt man sich dann doch: Wie würde wohl ein Apple Car aussehen, wenn Marc Newson für das Design zuständig wäre? Und nicht, wie gar nicht so unwahrscheinlich, die Autobauer von BMW? Just one hint: Newson hat zwei Lieblings-Karossen – einen klassischen Ferrari von 1955, einen klassischen Bugatti von 1929.