Apple Park bringt Boom der lokalen Wirtschaft – aber auch Konflikte

Florian Matthey

Der Apple Park ist mittlerweile teileröffnet – und zeigt seine Wirkung auch über das Gelände hinaus. Die Wirtschaft in den angrenzenden Orten boomt, selbst der Tourismus hat zugenommen. Allerdings gibt es auch Beschwerden.

Apple Park: Der neue Apple-Firmensitz im offiziellen Video.

Apple Park lässt Sunnyvales und Cupertinos Wirtschaft boomen

Die New York Times widmet sich in einem aktuellen Artikel dem Apple Park. Allerdings geht es nicht in erster Linie um das „Raumschiff“ und seine Nebengebäude – die Anlage selbst ist ja mittlerweile auch den meisten bekannt. Stattdessen beleuchtet der Artikel auch den Effekt, den der neue Apple-Campus – auf den zumindest einige Mitarbeiter schon umgezogen seien – auf seine Umgebung hat.

Im angrenzenden Ort Sunnyvale enstünden gerade 95 neue Bauvorhaben – mehr als die von der Zeitung zitierte Stadtverwalterin Deanna J. Santana je erlebt habe. In der Stadt Cupertino selbst, an deren Rand der neue Campus liegt, habe Anfang 2016 ein neuer Komplex mit Wohnungen und Restaurants eröffnet, dessen Planung ebenfalls eine Reaktion auf den neuen Campus gewesen sei. Ebenfalls in Cupertino selbst werde ein neues „Residence Inn“-Hotel eröffnen, das sich besonders auf Apple-Mitarbeiter aus anderen Orten, die Cupertino besuchen, spezialisiert: Wichtig seien die Integration von Macs und schnellem Internet gewesen. Man habe mit Apple zusammengearbeitet, um das Hotel zu planen.

iPad Pro 10,5 von 2017 im Test.

Neuer Campus schon jetzt eine Tourismus-Attraktion

Außerdem hat die Medienaufmerksamkeit für den neuen Campus dafür gesorgt, dass er zu einer Sehenswürdigkeit für Touristen geworden ist: Vor allem jetzt, da die unfertigen Grünanlagen noch einen guten Blick auf die Gebäude ermöglichen, sammeln sich diverse Reisende um den Campus, um einen Blick auf die neuen Gebäude zu werfen. Die direkten Anwohner erleben immer wieder, dass Drohnen-Videographen fragen, ob sie sich auf ihrer Einfahrt platzieren dürfen, um aktuelle Aufnahmen anzufertigen. Für interessierte Apple-Fans soll es auf dem Campus später noch ein Besucherzentrum mit Café, einem Store und einer Aussichtsplattform geben.

Apple versucht, Konflikte mit Anwohnern zu mildern

Von den Einheimischen sind allerdings nicht alle glücklich über das Projekt: Einige beschweren sich über den seit Jahren anhaltenden Baustellenverkehr. Auch die Stärkung der lokalen Wirtschaft als solche hat Schattenseiten: Die Preise für einige Immobilien haben sich seit Apples Verkündung der ersten Pläne im Jahr 2011 verdoppelt.

Außerdem gibt es unterschiedliche Ansichten bezüglich der Auswirkungen auf den Verkehr in der Umgebung: Die Stadt Cupertino wollte eine Zugangsstraße zum Campus mit einem Grünstreifen versehen, um den Verkehr zu beruhigen. Apple wollte für das Projekt bezahlen. Die Anwohner protestierten hingegen und äußerten Bedenken, dass die Verengung den Verkehr nur noch schlimmer machen würde. Apple versucht, solche Konflikte durch Dialoge mit den Bürgern abzumildern – und setzt auch auf Einzelaktionen: Einer Frau, deren Fahrzeug durch Baustaub völlig verdreckt wurde, zahlte Apple beispielsweise die Autowäsche.

Quelle: New York Times via AppleInsider

Zu den Kommentaren

Kommentare zu dieser News

Weitere Themen

* Werbung