Apple Park: Warum Apple „zu viele“ Parkplätze bauen musste

Florian Matthey 3

Der Apple Park wird auch eine Herausforderung für die Verkehrsinfrastruktur der Region sein. Ein Problem könnte darin liegen, dass Apple mehr Parkplatzfläche gebaut hat als für Bürofläche – allerdings nicht freiwillig.

Apple Park: Warum Apple „zu viele“ Parkplätze bauen musste
Bildquelle: Apple.

The Economist widmet sich den Problemen, die dadurch entstehen, dass Unternehmen kostenlose Parkplätze für ihre Mitarbeiter anbieten. Der Aufhänger ist der neue Apple-Campus „Apple Park“: Die Anlage für 14.000 Mitarbeiter bietet 11.000 Parkplätze. Insgesamt gibt es mit 325.000 Quadratmetern Fläche für Parkplätze mehr als die 318.000 Quadratmeter Bürofläche.

Apple Park: Der neue Apple-Firmensitz im offiziellen Video.

Apple habe allerdings nicht so viel Parkflächen in Tiefgaragen und Parkhäusern geschaffen, weil das Unternehmen ein so großer Fan von Auto-Pendlern ist, sondern weil die örtlichen Bauvorschriften dies vorsehen. Eben das sei aber ein Problem: Eine „Verkehrsrevolution“ werde es nur geben, wenn für Berufstätige auch die Notwendigkeit besteht, sich Alternativen zum Pendeln mit dem eigenen Auto zu überlegen. In den USA ist der öffentliche Personennahverkehr bekanntlich nicht sonderlich gut ausgebaut.

Apple bietet tausenden Mitarbeitern immerhin eine kostenlose Fahrt zur Arbeit und zurück mit Shuttle-Bussen an. Auf dem Campus selbst wird Apple kostenlose Fahrräder bereitstellen. Insgesamt sollen immerhin 28 Prozent der Mitarbeiter nicht alleine mit ihrem Auto zum Apple Park pendeln wollen.

Eine wirkliche Verkehrsrevolution dürfte aber erst dann anstehen, wenn ein Auto nicht mehr den ganzen Tag auf den Parkflächen auf seinen Besitzer „warten“ muss: Wenn erst einmal selbstfahrende Autos um den Apple Park herum zum Einsatz kommen, wird es einfacher sein, diese zwischen mehreren Mitarbeitern zu teilen und sie anderweitig zum Einsatz kommen zu lassen, während die Apple-Angestellten im Büro sind. Vielleicht dann ja auch mit dem Apple-eigenen System für autonomes Fahren – mit dem „Nachteil“ dass dann die ganzen Parkflächen gar nicht mehr gebraucht würden.

Quelle: The Economist, The Mercury News via Business Insider

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