Samsung soll an Apple-Pay-Gegenstück arbeiten

Julien Bremer

Nach den ersten Erfolgen von Apple Pay in den USA will anscheinend auch Samsung in den Markt fürs mobile Payment einsteigen. Das Unternehmen soll an einer Lösung arbeiten, die auf Anhieb von sämtliche Kreditkarten und entsprechende Terminals unterstützt wird. 

Erst gestern berichteten wir, dass Apple weitere Partner für seinen Dienst Apple Pay gewinnen konnte. Damit unterstützen nun 90 Prozent aller US-Bankkarten den mobilen Bezahlvorgang, made in Cupertino.

Wie Re/Code berichtet, arbeitet auch Samsung an einer solchen Lösung. Diese soll zum Start bereits mit sämtlichen Kreditkarten und Kassensystemen zusammenarbeiten. Das Unternehmen soll mit dem Startup LoopPay zusammenarbeiten. Dieses arbeitet an einer Möglichkeit für mobiles Bezahlen, die nicht auf NFC setzt. Stattdessen soll ein magnetisches Signal gesendet werden, was das Durchziehen des Magnetstreifens einer Kreditkarte simulieren soll. Da Smartphones dieses Signal bisher nicht übertragen können, bietet das junge Unternehmen spezielle Cases an.

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Apple Pay auf Deutsch: Screenshots und Video der Einrichtung

Allerdings fehlt dieser Lösung ein ganz entscheidendes Feature: Eine ausreichende Sicherheitsfunktion. Apple Pay läuft über einen separaten Chip im iPhone, der bei einem Bezahlvorgang einen Sicherheitstoken generiert. Dieser generiert eine Zahlenkombination, die den aktuellen Prozess autorisiert und danach sofort ungültig wird. Daher bringt es Angreifern nichts, die Kombination zu erspähen und zu missbrauchen. Bei LoopPay fehlt eine solche Sicherheitsstufe, aber man arbeitet daran, ein ähnliches System zeitnah vorzustellen.

Der CEO des Startups verkündete in einem früheren Interview mit Re/Code bereits, dass die Technologie seines Unternehmens im kommenden Jahr in einem der „Mainstream Smartphones“ zum Einsatz käme. Da fällt natürlich einer der ersten Gedanken auf Samsungs Smartphone-Reihe.

Eigentlich sind Magnetstreifen ein auslaufendes Modell. Während hierzulande die Kreditkarten mit Chips weit verbreitet sind, planen auch die US-Banken allmählich die technisch längst überholte Technologie der Magnetstreifen zu ersetzen. Zur Sicherheit, quasi als Backup, werden die Magnetstreifen bis auf Weiteres aber erhalten bleiben. Auch die Bezahl-Schalter werden diese Möglichkeit unterstützen. Sollte es zu einer Kooperation zwischen Samsung und LoopPay kommen, könnte der Dienst tatsächlich auf Anhieb überall einsetzbar sein. Nur ob diese Technologie auch zukunftsträchtig ist, steht auf einem anderen Blatt.

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