Apple Pay in der Kritik: Sparkassen fordern freien Zugang zum iPhone-Bezahldienst

Sven Kaulfuss 14

Diese Woche startete Apple Pay auch in Deutschland, mit dabei zunächst 12 Banken und Kreditinstitute. Eine Unterstützung der Sparkasse jedoch bleibt noch immer aus, die meldet sich jetzt zu Wort und übt zugleich harsche Kritik am iPhone-Bezahldienst.

Apple Pay in der Kritik: Sparkassen fordern freien Zugang zum iPhone-Bezahldienst
Bildquelle: GIGA.

Sparkasse & Apple Pay: Apple muss NFC freigeben

Der Deutsche Sparkassen- und Giroverband (DSGV) macht in einer aktuellen Pressemitteilung Stimmung gegen Apple Pay und möchte wohl derart seine Verhandlungsposition gegenüber dem iPhone-Hersteller verbessern. Man attestiert darin Apple Pay einen eingeschränkten Nutzerkreis und sieht den Grund in Apples Verschlossenheit und der Weigerung, die hierzulande weit verbreitete Girocard bisher nicht in den Bezahldienst zu integrieren. Ganz konkret erhebt man gegenüber Apple die Forderung, die NFC-Schnittstelle für Drittanbieter zu öffnen, dazu der DSGV: „Um die Weiterentwicklung mobiler Zahlungslösungen hierzulande nicht zu bremsen, sollte Apple den Industriestandard NFC an seinen Endgeräten zu angemessenen Konditionen nicht nur für die eigene Lösung, sondern auch für Dritte öffnen.“

Apple Pay in Deutschland – das Special zum Deutschlandstart im Video:

TECH.täglich vom 11.12.2018 – das Apple-Pay-Special.

Apple lehnt bisher einen solchen freien Zugang ab – nicht zuletzt auch aus Sicherheitsgründen. Der Verband verweist in diesem Zusammenhang auf den weniger restriktiven Zugang zur NFC-Technologie unter Android. Die eigene App „Mobiles Bezahlen“ steht den Nutzern des Google-Systems schon seit Juli 2018 zur Verfügung und integriert auch besagte Girocard. Eine Portierung unter iOS scheitert bisher an Apples NFC-Blockade.

Ob 2019 auch die Sparkasse unterstützen wird? Von Apple erwarten wir immerhin schon mal diese neuen Produkte:

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DSGV vs. Apple: Verhandlungen gehen weiter

Die Sparkassen geben sich dennoch verhandlungsbereit: „Die Sparkassen-Finanzgruppe führt Gespräche mit Apple darüber, ob und wie das mobile Bezahlen auch für Nutzer von Apple-Endgeräten bereitgestellt werden kann.“ Allerdings darf man wohl davon ausgehen, dass Apple seine Grundhaltung nicht gänzlich aufgeben wird und NFC freigibt, nur weil der Deutsche Sparkassen- und Giroverband dies so will. Mit zunehmender Verbreitung von Apple Pay – für 2019 sind schon weitere Banken wie beispielsweise Consors, DKB* oder auch ING* bestätigt – wird der Druck auf die Sparkasse immer größer. Am Ende könnte man sich also zähneknirschend auf Apples Konditionen einigen. Apple Pay wird gegenwärtig unter anderem von Comdirect*, Deutsche Bank*, N26* und o2 Banking* unterstützt.

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