Apple Pay tut sich außerhalb der USA noch schwer

Florian Matthey 9

Apple Pay gibt es mittlerweile in mehreren Ländern – wenn auch immer noch nicht in Deutschland. Bislang scheint der Erfolg des Dienstes gerade auch außerhalb der USA aber sehr übersichtlich zu sein. Hinzu kommen technische Probleme.

Apple Pay tut sich außerhalb der USA noch schwer
Bildquelle: Apple.

Apple Pay ermöglicht vor allem die drahtlose Bezahlung mit iPhone 6(s) und/oder Apple Watch an speziellen Kassen-Terminals. Die Abrechnung erfolgt über Apple, so dass der Dienst auch besonders sicher sein soll: Der Kassen-Mitarbeiter erfährt nie persönliche Informationen oder gar die Kreditkartendaten des Kunden.

Selbst in den USA scheinen viele Kunden aber trotzdem lieber bei der altbewährten Kreditkarte zu bleiben. Apple Pay ist dort vor allem für die Bezahlungen in Apps, die ebenfalls möglich ist, sehr beliebt.

Noch problematischer scheint das Ganze in anderen Ländern zu sein. Reuters berichtet, dass Apple Pay sich bei eingefleischten Apple-Fans zwar einer gewissen Beliebtheit erfreut. Bei den Massen komme der Dienst aber noch nicht so sehr an.

Der Umsatz aller mit Apple Pay getätigten Zahlungen habe im Jahr 2015 bei 10,9 Milliarden US-Dollar gelegen – und obwohl Apple Pay mittlerweile in einigen Ländern erhältlich ist, ging ein Großteil dieser Summe auf die USA zurück. In einigen Ländern habe es bei der Zusammenarbeit mit einigen Banken technische Probleme gegeben. In Großbritannien, wo Drahtlos-Zahlungen schon mit Karten mit RFID-Chip möglich waren, tue sich Apple schwer, Kunden davon zu überzeugen, dass sie ihre Karten mit ihrem iPhone erfassen und dann das iPhone verwenden sollen.

In China erklärten viele Kunden wiederum, dass Apple Pay gar nicht – wie von Apple behauptet – die denkbar einfachste Variante für Bezahlungen sei: Existierende Dienste wie WeChat seien doch noch praktischer. Aus Australien berichtet wiederum ein Einzelhandels-Vertreter, dass Kunden Apple Pay sehr selten nutzten – auch dann, wenn sie es könnten.

Letztendlich geht es – wenn technische Probleme erst einmal keine Rolle spielen – darum, Kunden davon zu überzeugen, dass Apple Pay so viel praktischer ist, dass es sich lohnt, alte Gewohnheiten abzulegen. Eben das scheint bisher aber offenbar noch nicht so gut zu funktionieren.

iPhone 6s & iPhone 6s Plus im Test (deutsch) – GIGA.DE.

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