Angeblicher Fokus auf T-Shirts: Ist Apples Store-Chefin Ahrendts überbezahlt?

Florian Matthey 3

Welche Richtung gibt Angela Ahrendts den Apple Stores vor? Ein kritischer Artikel stellt die Frage, ob Apples Senior Vice President für den Bereich Retail und Online Stores für Neuerungen wie ein T-Shirt-Design nicht überbezahlt ist.

Angeblicher Fokus auf T-Shirts: Ist Apples Store-Chefin Ahrendts überbezahlt?

Page Six, das Promi-Klatsch-Magazin der New York Post, provoziert schon gleich mit der Überschrift: Die Ex-Burberry-Chefin Angela Ahrendts habe sich seit ihrem Wechsel zu Apple auf T-Shirts der Mitarbeiter konzentriert. Der Artikel selbst stellt dann gleich die Frage: Ist das ein mutmaßliches Gehalt in Höhe von 82,6 Millionen Dollar wert?

Page Six zitiert einen „Fashion-Insider“ aus New York, dem bei einem Besuch in einem New Yorker Apple Store aufgefallen ist, dass sich der Blauton der T-Shirts verändert habe. Das Apple-Logo sei auch viel kleiner geworden. Der Apple-Store-Mitarbeiter habe ihm erklärt, dass die Store-Chefin sich dazu entschieden habe, das Design zu verändern. Außerdem habe sie dafür gesorgt, dass die Mitarbeiter nicht mehr eine Schlaufe mit einem Namensschild um den Hals tragen. Dies habe, so angeblich Ahrendts‘ Auffassung, zu hässlich und einfach nicht stylish ausgesehen. Zusätzlich habe es zum „Earth Day“ spezielle grüne T-Shirts für die Mitarbeiter gegeben.

Allerdings erwähnt der Artikel eine Veränderung, die sehr wohl auf Ahrendts zurückzuführen ist: Mit „Concergie“ bietet Apple seit dem letzten Jahr eine Möglichkeit, bei dringenden Fällen schneller Termine in einem Apple Store zu bekommen: Wer einen Apple Store besucht und Hilfe braucht, muss einen Mitarbeiter ansprechen, der ein Stichwort für den Fall in einem iPad eingibt und dem Besucher dann die Wartezeit mitteilt. Bei Bildschirm-Reparaturen gibt es beispielsweise schneller Termine als bei kleineren iCloud-Problemen.

apple store

Angela Ahrendts war vor ihrem Wechsel zu Apple im Jahr 2014 Chefin der britischen Modemarke Burberry, so dass tatsächlich auch ein großes Interesse für das Erscheinungsbild der Mitarbeiter bestehen dürfte. Immerhin positioniert Apple ja auch die Apple Watch als Modeprodukt.

Allerdings gibt es auch handfeste Aufgaben, die Angela Ahrendts meistern soll: Unter anderem die verstärkte Expansion in neue Märkte. Jüngst soll Apple ein Durchbruch in Sachen Zulassung von Apple Stores in Indien gelungen sein. Dass das auch ein Verdienst von Angela Ahrendts sein könnte, scheint Page Six zu ignorieren.

WWDC 2016 – iOS 10.

Zu den Kommentaren

Kommentare zu dieser News

Weitere Themen

* Werbung