Apple Store verlernt das Verkaufen: Was sind deine Erfahrungen?

Thomas Konrad 2

Angela Ahrendts zog sich Anfang 2019 aus Apples Retail-Geschäft zurück. Nun mehren sich Stimmen, die Kritik an den Abläufen in Apples Ladengeschäften üben. Auch an Initiativen, die aus Ahrendts Feder stammen.

Apple Store verlernt das Verkaufen: Was sind deine Erfahrungen?

Mehr Treffpunkt als Laden: Kritik an Apple Stores häuft sich

„Wir sollten uns einen anderen Namen als Store ausdenken“, sagte Tim Cook anlässlich der Neueröffnung des Apple Stores in der Washingtoner Carnegie Library. Das Ladengeschäft sei vielmehr ein vielseitig einsetzbarer Treffpunkt für die Apple-Community, so der Apple-CEO. Doch genau diese Sichtweise stößt nun immer häufiger auf Kritik. Viele Kunden und Angestellte wünschen sich ein klassischeres Ladenkonzept.

In sozialen Netzwerken, Foren und Interviews häufen sich laut Bloomberg die negativen Erfahrungsberichte über die Apple Stores. Kunden stören sich unter anderem am Bezahlvorgang, den Mitarbeiter ohne klassische Kasse durchführen. Das kann mitunter lange dauern, weil nicht alle Mitarbeiter Zahlungen annehmen können. „Etwas zu kaufen, wurde schwieriger, selbst wenn es im Laden nicht voll ist“, zitiert Bloomberg einen Kunden.

Angestellte kritisieren das überarbeitete Konzept für die Genius Bar und eine weitere zentrale Initiative von Angela Ahrendts.

In Berlin eröffnete 2013 ein Apple Store – ein Jahr später kam Angela Ahrendts an Bord. 

Apple Store Berlin Eroeffnung.

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Apple Stores: Weniger Übersicht, weniger Expertise

Angela Ahrendts hatte die Apple Stores zu Treffpunkten umgestaltet und wollte Warteschlangen den Kampf ansagen. An die Stelle des Servicebereichs mit Genius Bar traten Bereiche, in denen Kunden – manchmal sogar unter Bäumen – auf Genius-Mitarbeiter warten können, die nicht hinter einem Tresen stehen, sondern im Laden herumlaufen. Das habe auch zur Folge, dass Mitarbeiter Reparaturen häufig in Hinterzimmern und nicht vor Kunden durchführen können. Der Genius-Service habe dadurch seine menschliche Note verloren, schreibt Bloomberg.

Angestellte üben ebenso Kritik: Das derzeitige System gehe nicht mehr auf Kunden ein, die gezielt einkaufen. Zweck der Stores sei inzwischen vor allem die Markenbildung, das „branding“. Unter der Expansion des Retail-Geschäfts in den vergangenen Jahren habe auch die Expertise der Mitarbeiter gelitten, erklärten die nicht genannten Mitarbeiter gegenüber Bloomberg.

Habt ihr zuletzt ähnliche Erfahrungen beim Einkauf im Apple Store gemacht? Was stört euch besonders? Was ist besser als früher?

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