China: Apple-Produkte bei Staatseinkäufen verboten

Thomas Konrad

Die chinesische Regierung hat Produkte mehrerer US-Unternehmen für staatliche Einkäufe ausgeschlossen. Was dahinter steckt, ist nicht ganz eindeutig. 

Apple, Intel, McAfee und Cisco Systems befinden sich nun nicht mehr auf der Liste mit Unternehmen, die für Staatseinkäufe infrage kommen. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters (via 9to5Mac).

Insgesamt wurde die Liste erweitert, besteht nun aus 5.000 Unternehmen. Hinzugekommen sind zahlreiche inländische Firmen; die Anzahl von Technologie-Unternehmen aus dem Ausland wurde jedoch um ein Drittel reduziert.

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Dahinter steckt möglicherweise der Versuch, sich gegen Spionage aus dem Ausland zu schützen: Das chinesische Staatsfernsehen beschrieb Apples iPhone im vergangenen Sommer als ein nationales Sicherheitsrisiko, weil es vom Nutzer häufig besuchte Orte feststellen und aufzeichnen kann.

Die Sicherheitsbedenken könnten auch ein Vorwand sein, zitiert Reuters seine Quellen: China könnte mit dem Verbot für Produkte aus dem Ausland die eigene Wirtschaft ankurbeln. Kleinere chinesische Unternehmen haben so die Chance, einen größeren Teil des Marktes für staatliche Einkäufe zu ergattern. Sie sind in manchen Fällen die einzige Option für Einkäufer.

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