„Das ist ein Bug!“ Sätze wie diesen wird man im Apple Store nur selten oder gar nicht hören. Was ungewöhnlich anmutet, hat in Wahrheit einen erstaunlichen Grund.

 

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Crash, Bug, Problem und mehr: Diese Wörter sind im Apple Store Tabu

Ein ausführlicher Bericht des britischen Guardian gibt Einblick hinter die Kulissen der Apple Stores. Als ein sorgfältig geplantes Theaterstück beschreibt der Text Apples Ladengeschäfte – und nennt hierfür auch interessante Belege. Einer davon: Mitarbeitern ist es angeblich verboten, die Wörter „Crash“ (dt. Absturz), „Bug“ (dt. Programmfehler) und „Problem“ zu verwenden. Auch ein „Hänger“ ist Tabu – und damit vermutlich auch ein Mac der „sich aufgehängt hat“. Das hat dem Bericht zufolge kuriose Gespräche zufolge.

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Neulich im Apple Store: „Dieser Mac ist einfach zu teuer!“

Der Guardian zitiert in seinem Bericht aus einem Handbuch, das neue Apple-Store-Mitarbeiter auch auf Interaktionen mit Kunden vorbereiten soll. Der Hersteller nutzt hierfür offenbar auch kleine Rollenspiele. In einem Fall soll sich ein fiktiver Kunde darüber beklagen, dass ein Mac „einfach zu teuer“ sei. Verkäufer sollen sich dann einfühlsam zeigen. Die vorgeschlagene Antwort aus Cupertino: „Ich kann nachvollziehen, warum Du das so siehst. Ich fand den Preis auch etwas hoch, weiß jetzt aber, dass der Mac das wert ist wegen der Software und anderen Funktionen“.

Das wirkt kurios, lässt sich aber noch steigern: Mitarbeiter dürfen Kunden nämlich nicht einmal sagen, dass sie ihnen nicht helfen können. Und das, laut Guardian, selbst in hoffnungslosen Fällen. Das führe mitunter zu Gesprächen, die im Kreis verlaufen: Apple kann dann weder helfen noch offenkundig mitteilen, dass es keine Lösung für ein Problem gibt.

Thomas Konrad
Thomas Konrad, GIGA-Experte für macOS, iOS und Apple-Hardware.

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