Arbeitsspeicher: Preise für PC-DRAM werden weiter steigen

Peter Hryciuk

Wer sich aktuell einen PC selbst zusammenbauen oder ein bestehendes System mit mehr Arbeitsspeicher aufrüsten möchte, sollte jetzt Speicher kaufen. Die Preise werden nämlich weiter steigen.

Arbeitsspeicher: Preise für PC-DRAM werden weiter steigen
Bildquelle: G.SKILLS.

PC-DRAM: Preise für Arbeitsspeicher auf Rekordhoch

Arbeitsspeicher für PCs und Laptops ist in den letzten Monaten extrem stark im Preis gestiegen. Während man vor gut einem halben Jahr noch weniger als 70 Euro für 16 GB DDR4-RAM bezahlt hat, muss man aktuell Glück haben, wenn es so viel Arbeitsspeicher zum Preis von unter 100 Euro gibt. Die angespannte Lage wird sich in den kommenden Monaten auch nicht ändern. Die extrem hohe Nachfrage nach Speicherbausteinen für Smartphones sorgt dafür, dass die Produktionskapazitäten für PC-DRAM zurückgefahren wurde, da der Markt in den letzten Jahren immer weiter an Boden verloren hat. Jetzt ist der PC-Markt aber im Aufschwung und die Interessenten müssen nun höhere Preise zahlen.

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Laut TrendForce haben die DRAM-Hersteller allein im 4. Quartal 2016 18 Prozent mehr Umsatz gemacht als im 3. Quartal. Das hängt natürlich mit der höheren Nachfrage nach Smartphones im 4. Quartal zusammen, liegt aber auch generell auf einem sehr hohen Niveau. Dieser Trend wird sich im nächsten Quartal nicht ändern. Die Preise für Arbeitsspeicher könnten demnach um bis zu 40 Prozent steigen. Eine leichte Besserung wird erst in der zweiten Jahreshälfte erwartet, denn dann wollen die DRAM-Hersteller ihre Kapazitäten für PC-Arbeitsspeicher wieder ausbauen, sodass die Preise im Endeffekt durch eine bessere Verfügbarkeit wieder sinken könnten.

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Samsung dominiert den Markt

Das südkoreanische Unternehmen Samsung dominiert den DRAM-Markt mit einem Umsatz von 5,918 Milliarden US-Dollar und einem Marktanteil von 47,5 Prozent im 4. Quartal. Dahinter folgt SK Hynix mit 3,330 Milliarden US-Dollar und 26,7 Prozent. Auf dem dritten Platz landet die Micron Group mit 2,421 Milliarden US-Dollar und einem Marktanteil von 19,4 Prozent. Alle anderen Hersteller sind deutlich kleiner und spielen keine große Rolle.

Wer aktuell darauf hofft, dass die Preise für Arbeitsspeicher in den kommenden Wochen fallen, wird wohl enttäuscht. Wer unbedingt DRAM für seinen PC benötigt, sollte also jetzt zuschlagen, bevor die Preise weiter steigen. Ansonsten muss man darauf hoffen, dass die Preise im dritten oder vierten Quartal sinken. Ob das aber wirklich eintrifft, ist auch nicht gesagt.

Quelle: trendforce via computerbase

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