Wo gehobelt wird, da fallen Späne; wo Touchscreens angefasst werden, da zieht's Schlieren. Was aber tun, um des fatalen Fingerfetts Herr zu werden? Neben dem bewährten Jeans-Schleifvorgang und der Alkoholkur „Brillenputztuch“ gibt's auch Reinigungsmittel am Markt, die dezidiert für die Reinigung von Touchscreens gedacht sind. Wir schauen uns eines davon an: Clean2Go.

Die Geschichte von Clean2Go klingt ein bisschen abenteuerlich: Ursprünglich stammt die Flüssigkeit aus der Militärforschung und sollte dort die Scheiben von Hubschraubern imprägnieren. Der Legende nach waren die Forscher so beeindruckt von der für diesen Zweck entwickelten „Intelligent Fluid“, dass sie diese auch gleich auf ihre Smartphones schmierten. Mit dem Effekt, dass der Screen gereinigt und auf Tage hinaus vor Schlieren geschützt ward. So viel zur Vorgeschichte.

clean2go

Angesichts dieser macgyveresken Story sind wir natürlich etwas skeptisch an den Test von Clean2Go herangegangen. Zu Unrecht, denn der Effekt der Flüssigkeit, die in einer weißen Plastikflasche geliefert wird, ist durchaus bemerkenswert. Egal wie schmantig der Screen ist, drei bis vier Tropfen auf einem Smartphone oder sechs bis acht Tropfen der trüben Flüssigkeit auf einem Tablet, danach gut mit dem mitgelieferten grünen Tuch verreiben und der Screen ist erst einmal sauber. Das ist zunächst nicht sonderlich Aufsehen erregend, kurzfristige Sauberkeit kann man schließlich auch mit einem Brillenputztuch für 2 Cent erreichen. Interessant wird's, wenn man die Oberflächenbeschaffenheit nach dem Putzvorgang und die Langzeitwirkung betrachtet.

  • Während beim Brillenputztuch die Oberfläche nach dem Putzen „trocken“ bleibt, hat Clean2Go den Effekt, dass der Finger nach der Behandlung geradezu über den Screen gleitet.
  • Spätestens nach der zweiten Behandlung eines Touchscreens mit Clean2Go stellt man fest, dass die Flüssigkeit einen positiven Langzeiteffekt hat: Schmutz bleibt nicht mehr so leicht haften, auch Fettfinger sind deutlich weniger sichtbar. Dieser Effekt hält – je nach Nutzungsweise – durchaus mehr als einen Tag an.

Was uns bei unserer ersten Vorstellung von Clean2Go im androidnext-Podcast gewundert hatte, war, dass auf der Packung und der Flasche keinerlei Inhaltsstoffe verzeichnet sind. Auf Anfrage wurde uns erklärt, dass das bei Clean2Go nicht nötig wäre, weil der eigentliche „Wirkstoff“ in nicht kennzeichnungspflichtiger Menge vorhanden wäre. Uns wurde versichert, dass von Clean2Go keine Gesundheitsgefahr ausgehe. Zumindest riecht Clean2Go auch in keiner Weise „chemisch“ – genaugenommen riecht es überhaupt nicht.

Mein Fazit: Wunder bewirkt auch Clean2Go nicht, aber eine deutliche Verbesserung der Smartphone- und Tablet-Oberfläche stellt man in jedem Fall fest. Clean2Go wirkt sowohl auf Glas- als auch auf Plastik-Screens. In einer Flasche, die etwa 10 Euro kostet, sind 50 ml Flüssigkeit enthalten, die monatelang halten, sofern man damit nicht gerade seine Fenster putzt. Das Geld ist also gut angelegt, deshalb erhält Clean2Go eine Empfehlung von androidnext.de.

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Achtung: Wer Interesse an Clean2Go hat, sollte für den Rest dieser Woche einen Blick auf unsere Seiten bei Facebook und Google+ haben. Dort werden wir insgesamt sechs Flaschen Clean2Go verlosen.

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Frank Ritter
Frank Ritter, GIGA-Experte.

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