Akku-Technik: US-Wissenschaftler entwickeln Lithium-Akku mit bis zu dreifacher Laufzeit

Oliver Janko 42

Hat die leidige Akku-Problematik schon bald ein Ende? Smartphones, Tablets, Notebooks – so gut wie alle tragbaren Geräte kämpfen zurzeit noch mit alles andere als berauschenden Akkulaufzeiten. Wissenschaftler der Universität Stanford in den USA haben nun allerdings einen ersten Lösungsansatz gefunden: Dank einer neuen Technologie könnte sich die Laufzeit von beispielsweise Smartphone-Akkus um bis zu vier Tage erhöhen.

Akku-Technik: US-Wissenschaftler entwickeln Lithium-Akku mit bis zu dreifacher Laufzeit

Smartphones, Tablets, aber auch Notebooks und Wearables sollen einerseits möglichst dünn und kompakt sein, andererseits aber auch einige Tage lang ohne Steckdose auskommen. Mehr Akkuleistung bedeutet aber momentan noch größere Akkus – was aufgrund der eingangs erwähnten baulichen Anforderungen keine Lösung darstellt. Wie gut, das findige Forscher immer neue Technologien und Techniken entwickeln, die die leidige Problematik schon bald in Vergessenheit geraten lassen könnte.

Unter der Leitung von Professor Steven Chu, seines Zeichens Träger des Nobelpreises für Physik 1997, haben Wissenschaftler der Stanford University einen Weg gefunden, die Akkulaufzeit der diversen mobilen Begleiter fast verdreifachen zu können. Wie viel Prozent die Steigerung beträgt, ist von Gerät zu Gerät verschieden, bei High End-Smartphones sprechen die Entwickler von einer Akkulaufzeit von bis zu vier Tagen.

Der Trick hinter der neuen Technologie erscheint logisch, um es stark vereinfacht zu formulieren: Die Wissenschaftler legten eine extrem dünne Karbon-Schicht um die frei beweglichen Lithium-Ionen in der Akku-Anode. Dadurch wird der Bewegungsraum der Ionen stabilisiert, was wiederum positive Auswirkungen auf den Energiespeicher hat.

Die Technologie könnte Branchen-umfassend eingesetzt werden: Neben Mobilgeräten und Wearables gilt auch der Markt für elektrische Autos als potenzieller Abnehmer – immerhin soll die Herstellung der Akkus nicht allzu teuer sein. Bereit für den Markt ist die Technik allerdings noch nicht, bis zur Serienreife werden sicher noch einige Jahre vergehen.

Quelle: Nature [via engadget]

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