Buzz Launcher: Mächtiges Tool zum freien Gestalten des Homescreens

Andreas Floemer 20

Die Fülle an Launchern zum erstellen von alternativen Android-Homescreens  ist nahezu unüberschaubar. Nova, Apex und Go Launcher sind beliebt wie praktisch, doch ein Neuling auf dem Markt versucht den Alteingesessenen das Leben schwer zu machen: Die Rede ist vom Buzz Launcher, mit dem man den Standard-Screen auf nie gesehene Weise umwandeln kann. Buzz ist wohl eines der mächtigsten Tools zur Individualisierung des Homescreens – inklusive Community zum Sammeln von Inspirationen. Wir stellen die App vor.

Buzz Launcher: Mächtiges Tool zum freien Gestalten des Homescreens

Launcher sind bekanntlich dazu da, dem Android-Homescreen einen neuen Anstrich zu verpassen, beziehungsweise ihm neue Funktionen zu verleihen. Nach der Installation eines Launchers kann man sich oft noch zusätzliche Icon-Packs und dergleichen installieren, um das angestrebte Look-and-Feel zu erreichen. Dies erweist sich als zeitaufwändig und bisweilen frustrierend, da man das Gewünschte nicht so rasch findet. Anders verhält es sich mit einem relativen Neuling auf dem Launcher-Sektor, dem Homepack Buzz Launcher. Hier dessen Vorstellungsvideo aus dem Play Store:

Der Buzz Launcher bietet nicht nur eine vergleichsweise intuitive Nutzerführung bei der Einrichtung der Themes, sondern eine umfang- und unfassbar abwechslungsreiche Auswahl an bereits fertigen Themes, die durch eine mittlerweile große Community kostenlos bereitgestellt wird. Das Besondere an Buzz ist außerdem, dass Usern komplette Installationspakete angeboten werden – inklusive Themes, angepasster Widgets und Konfigurationseinstellungen. Nach dem Download muss man lediglich auf den Button „Homescreen ersetzen“ tappen und schon ist das fertige Paket mit entsprechendem Wallpaper, Icons, Widgets, Verlaufeffekten und allerhand weiteren Features auf dem Smartphone zu finden. Falls weitere Widget-Tools und Apps vonnöten sind, hilft Buzz mittels Shortuts auf dem Screen dabei, diese rasch aus dem Play Store zu laden.

Des Weiteren verfügt Buzz über ein sehr praktisches Feature: Wer nur neugierig auf ein Theme ist und es nur ausprobieren möchte, muss sein bestehendes System nicht komplett ersetzen, sondern hat die Möglichkeit sich das Design auf einem zusätzlichen Homescreen anzeigen zu lassen, der sich hinter den existierenden einreiht. Gefällt das Theme nicht, so kann es schell wieder entfernt werden.

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Nach der Installation des Launchers kann der Nutzer sich innerhalb der App durch eine schier endlose Bibliothek an Themes hangeln. Jedes Theme besitzt eine eigene Unterseite mit einer Screenshot-Galerie, Informationen darüber, für welches Smartphone es erstellt wurde – inklusive Displayauflösung – sowie Anzahl der bereits getätigten Downloads, Likes der Community als auch Empfehlungen („Buzzes“) und auf dem Theme installierte Apps. Des weiteren können Mitglieder der Community ihre Meinungen, Anregungen und dergleichen über das jeweilige Paket in der Kommentarsektion abgeben.

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Wer die Themes nicht mobil, sondern von seinem Rechner aus durchstöbern möchte, kann das selbstredend auch tun. Denn es gibt auch eine Website mit einer reichhaltigen Auswahl an Themes und Informationen über den jeweiligen Launcher. Viele der Themes unterscheiden sich elementar vom Android-Standard-Lauchner – so kann man sich beispielsweise ein so stark reduziertes und dennoch verspieltes Theme wie Calvin and Hobbes, ein zweifarbiges mit kleinen, flachen Icons oder ein faszinierendes Design mit auf dem Screen verteilten Glasmurmeln installieren. Wie erwähnt, ist dies nur eine kleine Auswahl. iOS 7- oder Windows Phone-Kacheldesign auf dem Android-Homescreen gefällig? Auch dies ist möglich.

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Zusätzlich zu der reichhaltigen Auswahl an Designs bringt Buzz überdies noch diverse weitere Einstellungsmöglichkeiten auf Android-Phones und siebenzollige Tablets. Für größere Displays ist der Launcher bis dato leider noch nicht konzipiert, obwohl einige der Features auch größeren Geräten gut zu Gesicht stehen würden. Beispielsweise hat der Nutzer die Möglichkeit das App-Dock auszublenden, wie auch die obere Benachrichtigungsleiste. So stehen dem Nutzer komplett neue Wege offen, den Homescreen neu zu bepflastern. Wer sich nun fragt, wie man an den App-Drawer und weitere Unterseiten erreicht, der kann sich beruhigen, denn Buzz liefert praktische Wischgesten mit, durch die sich optional beispielsweise mitten auf dem Screen durch einen Wisch nach oben der App-Drawer öffnet, durch einen Swipe nach unten wird die Benachrichtigungsleiste angezeigt. Des Weiteren, falls aktiviert, öffnet sich durch einen Doppeltap seitlich eine Reihe an Buttons mit Direktzugängen zum App-Menü, Buzz- sowie Systemeinstellungen und weiteren Untermenüs.

Wer denkt, dass dies schon alles ist, irrt. Denn außer diesen feinen Features hat man die Möglichkeit das Desktop-Raster zu verkleinern oder zu vergrößern, entsprechend auch die Icons, sodass man theoretisch bis zu 12 Säulen mit Apps auf seinen Homescreen packen kann. Zudem lassen sich die Abstände zu den Displayrändern anpassen, die Status-Leiste, die Seitenanzeige und die einzelnen Icon-Beschriftungen ausblenden. Ferner hat der Nutzer die Wahl, verschiedene Animationen beim Scrollen zwischen den einzelnen Screens auszuwählen und Endlosscrollen zu aktivieren oder abzuschalten.

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Selbstredend gibt es auch im App-Drawer diverse Einstellungsoptionen. Neben der Auswahl der Rastergrößer und damit der Anzeige von Apps auf einem Screen besteht die Möglichkeit, Apps nach verschiedenen Kriterien zu sortieren und sie nach Belieben in Ordner einzusortieren. Zudem lässt sich die Transparenz des Hintergrunds einstellen. Aus dem App-Drawer gelangt man zudem direkt in das Buzz-Launcher-Menü, das einen Überblick über installierte Icons, Hintergründe und Homepacks liefert und den Nutzer anbietet, die selbst erstellten Screens hochzuladen und mit der Community zu teilen. Wer dies nicht möchte, seine erstellten Themes dennoch sichern will, hat auch lokal die Option, seine Werke zu sichern und gegebenenfalls wiederherzustellen, falls einmal bei der Gestaltung eines neues Screens etwas schief gelaufen ist.

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Der Buzz-Launcher bietet noch eine Menge mehr an Individualisierungsoptionen und Einstellungen. So kann man sich beispielsweise Widgets nach eigenen Vorstellungen erstellen – dazu dient die der Buzz Custom Widget Editor. Die Nutzung dieses Tools ist allerdings optional. Buzz versteht sich übrigens auch mit anderen Widget-Tools wie beispielsweise Zooper Pro und Minimalistic Text blendend.

Ich muss gestehen, ich war eigentlich nie großer Fan alternativer Launcher und bin bisher sehr der Nutzeroberfläche von Android 4.x zufrieden gewesen. Seitdem ich Buzz entdeck habe, sieht das Ganze etwas anders aus. Zwar bin ich was neue Designs angeht nicht sonderlich experimentierfreudig, da ich den klassischen Homescreen als sehr praktisch ansehen, dennoch mag ich die Funktionen, die Buzz mit sich bringt, nicht mehr missen. Vor allem die leichte, nahezu intuitive Benutzung, als auch die Wischgesten, sowie die skalierbaren Icons, beziehungsweise das anpassbare Raster, und auch die Möglichkeit seine Themes zu sichern zu können, haben mich überzeugt. Woran die Entwickler indes noch arbeiten sollten, ist die miserable deutsche Lokalisierung – das geht eindeutig besser.

Buzz ist übrigens mit Android-Version 4.0.3 und aktueller kompatibel. Nutzt ihr alternative Launcher - oder setzt ihr auf die Standard-UIs?

Die App konnte im App Store nicht gefunden werden.
Die App konnte im App Store nicht gefunden werden.

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