Echo: Lockscreen-Alternative sortiert eingehende Benachrichtigungen & erinnert später daran

Rafael Thiel 9

Da BYOD (Bring Your Own Device) zunehmende Verbreitung erfährt, müssen Smartphones mittlerweile oftmals sowohl den Kontakt zur Arbeitswelt als auch zum eigenen Privatleben ermöglichen. Die Entwickler von DoubleLabs gedenken in dieses Durcheinander von eingegangenen Benachrichtigungen etwas Ordnung zu bringen und arbeiten an einer Lockscreen-Alternative namens Echo. Die App ist in der Lage eingegangene Meldungen zu sortieren und nach Wunsch für später zu hinterlegen. Trotz Alpha-Status haben wir uns die Anwendung etwas näher angeschaut.

Google favorisiert bekanntermaßen einen eher spartanischen Lockscreen unter Android, doch die zahlreichen Alternativen im Play Store deuten darauf hin, dass viele Benutzer von der womöglich am häufigsten aufgerufenen Oberfläche schlicht und ergreifend mehr wollen. Angefangen bei der schicken aber schlichten Alternative SlideLock über die funktionsreiche App Start bis hin zum durchaus smarten Lockscreen-Ersatz Cover, ermöglichen all diese Alternativen einen kurzen Blick auf eingegangene Benachrichtigung und bieten einen Schnellzugriff zu ebenjenen Anwendungen. Doch wenn die Zahl der Meldungen voranschreitet, verlieren auch diese spezialisierten Apps sukzessiv an Übersichtlichkeit. In diesem Fall könnte jedoch die neue Lockscreen-Alternative Echo Abhilfe schaffen, die alle eingegangenen Benachrichtigungen feinsäuberlich sortiert.

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Doch beginnen wir von vorne: Damit Echo funktioniert, muss selbstredend zunächst der Zugriff auf die Benachrichtigungen gewährt werden – das setzt Android 4.3 oder höher voraus. In den Einstellungen lassen sich nun – sofern vorhanden – die WLAN-Netze der Arbeitsstelle und des eigenen Heims festlegen, worüber später der Standort ermittelt werden kann. In puncto Personalisierung ist es bislang lediglich möglich das Hintergrundbild zu ändern. Ebenso bietet Echo keinen eigens integrierten Sicherheitsmechanismus.

Gleichwohl sich bei Echo relativ wenig anpassen lässt, kann das schlichte Design des Lockscreens durchaus überzeugen. Oben finden sich prominent platziert die Uhrzeit, das Datum sowie die Akkuanzeige. Die Statusleiste wird durch die Vollbildfunktion ebenso wie etwaige Navigationstasten nicht angezeigt – angesichts dessen, dass die Benachrichtigungen sowieso auf dem Lockscreen zu sehen sind, dürfte dies weniger stören. Am unteren Bildschirmrand kann per Wischgeste nach rechts der Lockscreen regulär entsperrt werden.

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Doch die Kernfunktionalität von Echo ist natürlich das Kategorisieren von eingegangenen Benachrichtigungen. Mangels deutscher Lokalisierung tragen diese englische Bezeichnungen: Unter „Priority“ finden sich verpasste Anrufe, Textnachrichten und Emails; „Social“ fasst Apps wie Facebook, Google+ und Twitter zusammen und „Work“ beinhaltet Anwendungen wie etwa Dropbox, Google Drive und dergleichen. Was sich dann noch nicht in „Media“ einordnen lässt, landet schlicht und ergreifend in der Kategorie „Other“. Benachrichtigungen mit Priorität („Priority“) wecken kurzzeitig den Bildschirm auf – das Moto X (Hands-On) lässt grüßen. Allerdings wird hierbei scheinbar (noch) nicht der Annäherungssensor herangezogen, um unbeabsichtigte Eingaben in der Hosentasche zu verhindern. Wischt man eine Benachrichtigung nach rechts, kann diese für einen späteren Zeitpunkt oder Ort hinterlegt werden – auch das kennen wir schon; von Google Now. Sollte man nicht daran interessiert sein die Meldung durch Tippen auf ebenjene zu öffnen, kann diese per Wischgeste nach links gelöscht werden.

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Nach einem kurzen Test ist dem Verfasser dieser Zeilen jedoch aufgefallen, dass sich Benachrichtigungen gerne ansammeln – bei WhatsApp etwa bleibt die Meldung bestehen, gleichwohl sie bereits geöffnet wurde oder veraltet ist. Dies dürfte dem frühen Entwicklungsstadium von Echo geschuldet sein. Darüber hinaus ist es bislang nicht möglich Apps manuell einer Kategorie zuzuordnen oder gar eigene Gruppen zu erstellen. Wer jedoch regelmäßig mit vielen Benachrichtigungen zu kämpfen hat, dürfte an Echo bereits jetzt sein Gefallen finden, denn trotz Alpha-Version scheint die App bereits durchaus stabil zu laufen. Echo gibt es kostenlos im Play Store.

Die App konnte im App Store nicht gefunden werden.

[via Android Police]

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