EPOCH.2: Nachfolger des SciFi-Deckungsshooters im Test

Oliver Janko 2

Tausende Spieler verfolgten den postapokalyptischen Kampf zwischen zwei verfeindeten Roboterfirmen im ersten Teil des SciFi-Shooters „EPOCH“. Unlängst ist der Nachfolger EPOCH.2 im Play Store gelandet, und schickt sich an, in ähnlich erfolgreiche Sphären vorzudringen. Helfen soll dabei die exzellente Unreal 3-Engine, erweitert wird das Spiel durch zahlreiche neue Waffen, Rüstungen, Levels und einer überarbeiteten Steuerung. Wir haben das Game auf Herz und Nieren getestet und verraten, ob sich die Investition lohnt.

Eine Prinzessin, na klar!

Zur Hintergrundgeschichte: Der Nutzer schlüpft in die mechanische Haut des Roboters „Epoch“, der darauf programmiert wurde, eine Prinzessin zu finden und zu beschützen. Der Haken an der Sache: Die holde Dame wartet nicht so einfach um die nächste Ecke, sie ist verschollen und will erst einmal gefunden werden – Super Mario und Star Wars lassen grüßen. Der zweite Haken: Auf dem Weg zur Prinzessin stellen sich unserem Helden jede Menge feindlich gesinnter Roboter in den Weg, die auf alle nur erdenklichen Arten auf Epoch losgehen.

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So viel – oder wenig – zur Geschichte. Auch das Spiel selbst hält sich nicht allzu lange mit hintergründigen Informationen auf. Überzeugte der erste Teil der Saga noch mit einer durchdachten Story, ist diese im Nachfolger weniger ausgegoren – was dem Spielspaß allerdings kaum Abbruch tut. Im Zuge eines Tutorials wird dem Spieler im Einstieg die Steuerung des Third Person-Shooters näher gebracht. Das ist auch gut so, denn der mechanische Hauptprotagonist hat mannigfaltige Funktionen zu bieten. Ausweichen will ebenso gelernt werden wie angreifen, vor allem das richtige Timing zwischen Deckung und Angriff ist essentiell. Dazu kommen noch diverse Spezialangriffe, um den Gegnern noch schneller den Garaus machen zu können.

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Beispiele gefällig? Epoch kann mit Granaten kontern, Slow Motion-Angriffe durchführen und Raketen in Richtung der heranfliegenden Feinde jagen. Geschossen wird per Tap auf den Roboter-Kontrahenten, bewegt wird sich über Wischgesten, für die Spezialattacken stehen virtuelle Buttons am rechten Bildschirmrand parat. Die Steuerung ist rundum gelungen, der Roboter folgt den Befehlen des Nutzers nach einer kurzen Eingewöhnungszeit. Mitunter wird es allerdings ein wenig hektisch, da ist eine ruhige Hand gefragt.

Hervorragende technische Umsetzung

Wenden wir uns dem Gameplay und der grafischen Umsetzung zu: Im Test haben wir die ersten paar Levels des Shooters angespielt – was wir zu sehen bekamen, gefiel. Grafisch ist der Titel über jeden Zweifel erhaben; die Unreal 3-Engine sorgt für eine detailreiche Grafik, die Kampfroboter, Explosionen und die Umgebung strotzen nur so vor Feinheiten. Hinterlegt wird das ganze Szenario mit Waffen- und typischen Roboter-Geräuschen, dazu mischt sich Musik, die allerdings auf Dauer anstrengend wirkt.

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Die Kämpfe selbst sind abwechslungsreich gestaltet: Einfache Gegner lassen genügend Zeit, um sich mit neuen Waffen beziehungsweise der Steuerung im Allgemeinen bekanntzumachen, Kämpfe gegen „Bosse“ und Endgegner werden durch verschiedenen Quicktime-Events aufgelockert. Ebenfalls nett: Werden besonders schwierige Gegner besiegt, wird die abschließende Explosion in Zeitlupe präsentiert – ein ansehnliches Extra, das das auf Dauer etwas eintönig werdende Gameplay ungemein auflockert.

Kämpfen für Credits

Ist ein Level abgeschlossen, wird die Geschichte in mehr oder weniger kurzen Videosequenzen vorangetrieben. Vor dem Start einer neuen Spielstufe wird dem Nutzer dann in Form eines kurzen Briefings erklärt, wo der nächste Abschnitt spielt. Außerdem kann hier auf dem sogenannten „Schrottplatz“ fleißig eingekauft werden: Wie es Roboter nun einmal so an sich haben, kann der Spieler einzelne Teile von Epoch verbessern oder austauschen. Dazu sind allerdings Credits notwendig, die entweder im Spiel verdient werden oder per In-App-Kauf zugekauft werden können. Für den Spielfortschritt ist das allerdings nicht zwingend notwendig, der Roboter schlägt sich auch so tadellos.

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Fazit

Eine gelungene Fortsetzung des Erfolgstitels aus dem Jahr 2012: Grafisch ist das EPOCH.2 dank der Unreal-Engine über jeden Zweifel erhaben, Gameplay und Steuerung können sich ebenfalls sehen lassen. Wer also Lust hat, einmal in eine postapokalyptische, von Robotern regierte Welt einzutauchen und seine Wut an den mechanischen Kameraden auszulassen, macht mit diesem Game sicherlich nichts falsch. Wer allerdings auf der Suche nach einem Spiel mit inhaltlichem Tiefgang ist, sollte die Finger von dem Titel lassen, zumal der Preis mit 3,36 Euro für eine Spiele-App vergleichsweise hoch angesetzt ist.

Die App konnte im App Store nicht gefunden werden.

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