@evleaks im Interview: Identität des Whistleblowers enthüllt

Daniel Kuhn 4

Wer innerhalb des letzten Jahres einigermaßen aufmerksam androidnext.de oder Technik-News generell verfolgt hat, wird den Namen @evleaks gut kennen: Über diesen Twitter-Account wurden massenhaft Informationen und Fotos zu un von bis dato unveröffentlichten Smartphones und Tablets geleakt. In einem Interview mit Android Police gibt der Kopf hinter dem Twitter-Konto, Evan Blass nun überraschend seine Identität preis.

@evleaks im Interview: Identität des Whistleblowers enthüllt

Der Twitter-Nutzer, der sich hinter dem Namen @evleaks verbirgt und im wahren Leben auf den Namen Evan Blass hört, ist kein Unbekannter in der Technik-Welt: Bereits 2005 hat er bei Engadget gearbeitet und ist schnell zum Senior Editor aufgestiegen, wo er unter anderem Joshua Topolsky und Nilay Patel, Gründungsmitglieder von The Verge, ausgebildet hat. 2008 verließ er Engadget um die inzwischen gescheiterte Webseite Obsessable.com mit aufzubauen. Von 2010 bis 2012 war er Managing Editor bei Pocketnow und nachdem er auch diese Webseite verlassen hat, begann er über den Twitter-Alias @evleaks Informationen über unveröffentlichte Smartphones und Tablets zu leaken.

Natürlich stellt sich umgehend die Frage, warum Blass Jobs bei derartig renommierten Webseiten an den Nagel hängt beziehungsweise nicht versucht, seine Erfahrung bei einer anderen Seite einzubringen und sich stattdessen auf Solopfaden herumschlägt. Die Zusammenarbeit bei Pocketnow wurde beendet, da die Seite umstrukturiert wurde und kurzfristiger, durch Leaks generierter Traffic nicht mehr so richtig ins neue Konzept passte. Da Blass an Multipler Sklerose leidet und seine Krankheit zu unberechenbar ist, als dass er in einem normalen Redaktionsalltag „funktionieren“ könnte, hat er sich kurzerhand entschlossen, auf eigene Faust zu agieren — und das mit großem Erfolg: Nach einem fulminanten Start Anfang 2012 und einer darauffolgenden Pause ist er seit August 2012 ein Dauergast in den Technik-News.

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Zwar erweisen sind nicht alle seine Leaks als richtig — oder sie werden von der Presse nicht immer korrekt aufgefasst, wie der Platzhalter des SGS4, der fälschlicherweise für bare Münze genommen wurde und das HTC One, an dessen Echtheit selbst wir bis zum Ende zweifelten —, aber die Trefferquote von @evleaks ist trotz allem beachtlich hoch.

Neben weiteren spannenden Fragen geht Evan Blass im Interview auch darauf ein, warum er so urplötzlich den Schritt aus der Anonymität wagt: Er habe das Twitter-Konto nie als Maske gesehen, hinter der er sich verstecken kann und da es jemanden gab, der seine Identität preisgeben wollte, hat Blass Angriff als Verteidigungsmaßnahme gewählt und ist dieser Person zuvorgekommen.

An seiner Arbeit als derzeit größte Leak-Quelle für neue Gadgets wird sich dadurch allerdings nicht viel ändern, da Blass, der übrigens selber nur ein geschundenes Galaxy Nexus nutzt, mit niemandem über seine Quellen spricht und diese nie preisgeben wird. Wir werden uns also auch in Zukunft noch über eine Menge spannender Vorabinformationen von @evleaks freuen dürfen; über die wir euch natürlich auch weiterhin auf dem Laufenden halten werden.

Quelle: Android Police

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