Kim Jong Un: Glücklicher Diktator dank Nordkoreas erstem eigenen Smartphone

Daniel Kuhn 27

Nordkorea ist auf dem Vormarsch. Diesen Eindruck will die Volksrepublik zumindest gerne vermitteln. Nach ersten Tablets mit den klangvollen Namen Samjiyon und Achim sind nun auch erste Bilder eines staatlich entwickelten Smartphone aufgetaucht. Zumindest Staatsoberhaupt Kim Jong Un ist von dem Android-Gerät sehr angetan.

Kim Jong Un: Glücklicher Diktator dank Nordkoreas erstem eigenen Smartphone

Während südkoreanische Konzerne wie Samsung oder LG eine sehr wichtige Rolle auf dem Smartphone-Markt spielen, ist Nordkorea selbst mit viel Wohlwollen nicht mal als Nachzügler zu bezeichnen. Das könnte sich aber anscheinend bald ändern, denn Nordkorea macht jetzt auch in Smartphones und schon der erste Versuch könnte den Markt revolutionieren. Laut Diktator Kim Jong Un könnte dieses nämlich nicht besser sein – dies zumindest äußerte der Nachwuchsdespot bei einem Besuch in der Fabrik, die für die Fertigung zuständig ist.

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Das auf den griffigen Namen Arirang A1201 getaufte Smartphone dürfte demnach ein ganz großer Konkurrent für Apples iPhone 5, Samsungs Galaxy S4 oder das neue LG G2 sein, zumindest wenn man voraussetzt, dass Kim Jong Un sich mit der Materie auskennt. Wir können das Arirang Smartphone leider nur schwer einschätzen, da außer den Bildern sowie der Aussage des Machthabers keine näheren Details zu dem Gerät bekannt geworden sind.

Das Arirang ist nicht das erste Mobiltelefon, mit dem Nordkorea seine Bevölkerung glücklich machen will. Der erste Versuch, ein Mobiltelefon mit Smartphone-Anleihen, das auf den Namen Eumsong-patgi hört, ist durchaus erfolgreich – zwar kann man damit nicht ins Internet, aber dieser klitzekleine Mangel wurde durch Spiele, einen TV-Tuner sowie einen Stylus für die Bedienung (beziehungsweise deren privilegierten Teil) gekonnt ausgeglichen. Auf den Bildern des Arirang ist ganz klar ein Browser-Icon zu erkennen, Internetzugang ist also vorhanden (bekanntermaßen besitzt Nordkorea gar ein 3G-Netz), wenngleich die nordkoreanische Bevölkerung auf die Google-Anbindung verzichten muss, wie das fehlende Suchfeld auf dem Homescreen vermuten lässt – aber wer braucht so etwas schon.

So begeistert, wie Kim Jong Un auf den Bildern schaut, könnte man glatt vermuten, dass das neue Smartphone aus der Volksrepublik dem HTC Butterfly in der Hand des Despoten Konkurrenz machen könnte.

Also, zieht euch warm an, Samsung und LG, der Nachbar aus dem Norden holt auf.

Quelle: TechInAsia (via n-droid.de)

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